Trolling-Berichte 2009

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21.06.2009
Der Winter hat nun doch den weg aus Deutschland gefunden, obwohl ich das nicht dachte, Ok, es ist nun wärmer und die Fische beißen nicht mehr so wie im Winter, aber dafür werde ich braun, auch wenn es ab und an ein paar Tropfen von oben gibt. Die See ist ruhig und mein Boot, was ich mir für das Wochenende gemietet hatte läuft ruhig. Ich habe einige Noname Produkte aus Korea und China ausprobiert, von Hochsee- Rollen bis zu verschiedenen Ködern und Wobblern. Also diese Produkte sind wohl eher was für Menschen, die keinen Wert auf Qualität legen, eigentlich ohne Worte. Sie sind nicht einmal Seewasser tauglich, sämtliche Metalteile, vom Haken bis hin zur Kurbel haben schon über Nacht Korrosion angesetzt!!! Fazit von uns, Hände weg von billig Produkten!!! Billig ist wie immer gleich teuer!

Aber nun weiter mit meinem Angel test: 

Ich konnte leider nicht mit 4 Ruten wie üblich angeln, also habe ich mit zwei Ruten vorliebgenommen. Ich habe die Cannen Downrigger  Easi-Troll HS und den Cannen Uni-Troll 10 ausprobiert, da wir in der Presse gelesen hatten, das Sie ab und zu brechen… weil unsere Nachbarn, in den Staaten mit weniger Blei fischen. Ich kann nur sagen, die Cannen Produkte sind absolut Ok, es ist nicht gebrochen oder hat gehabt. Aber wie alles bei uns im Schleppangeln, entweder liebt man Cannen oder nicht. Zum Glück gibt es immer Alternativen

Auch und was soll ich sagen gefangen habe ich natürlich auch noch 3 mittelgroße Dorsche… mit den Apex blinkern. Ich habe mit einem edding Stift auf den Köder einige schwarze Punkte und Linien gezeichnet. Bei Gelegenheit mehr wie gewohnt...

29.03.2009
Der Winter scheint einfach nicht weichen zu wollen. Naja, wenigstes soll heute der letzte kältere Tag werden. Und ruhig noch dazu. Also ging es wieder zum Trolling nach Großenbrode. Diesmal bin ich bewusst etwas später los, da ich dafür bis in die Dämmerung hinein schleppen wollte. Heute hatten wir max. 8 °C Lufttemperatur bei bewölktem Himmel mit Wind aus NW anfangs 2 abnehmend auf 0 Bft. Super Voraussetzungen für einen super Schleppangeltag, dachte ich mir. 
Nachdem das Boot im Wasser lag, sah ich im Hafenbecken, dass momentan die Seeringelwürmer fleissig am laichen sind. Wow, überall riesige (bis 30 cm) Würmer, die sich von nichts beeindrucken lassen. Na wenn das mal kein Festmahl für die Fische ist. Also stand der Plan für mich fest. Heute wird sehr flach geschleppt, denn wo die Würmer sind, können die Fische nicht weit sein. 
So bin ich dann auch immer schön an der 4m-Linie entlang in Richtung Dahme geschleppt. Diesmal nur mit 4 Ruten bestückt mit Big Jon Sideliner sowie Küstenblinkern für Meerforellen sowie dem Husky Jerk Down Deep 12 cm. 
Mit meiner Entscheidung lag ich nicht falsch. Nach zwei Stunden hatte ich am frühen Nachmittag auch zwei schöne Meerforellen zwischen 50 und 55 cm gefangen. Jetzt wollte ich mal sehen, ob noch mehr geht und bin dann ins tiefere Wasser mit Tiefen um die 10-14 m gefahren. Entsprechend habe ich auch umgerüstet auf nunmehr 6 Ruten. Es war das übliche Setup, was ich immer fische. Leider war diese Entscheidung von mir nicht so gut. Denn es gab bis zum Ende des Tages nur noch einen kleinen Dorsch. Sonst absolut nichts mehr. Auch keine Bisse. 
Naja, dafür war es abends windstill und der Sonnenuntergang sah auch super aus. Ein schöner Ausklang für diesen Tag. Zurück im Hafen durfte ich erfahren, dass andere noch weniger Glück hatten als ich. Von denen ich hörte, hatte keiner eine Meerforelle an diesem Tag gefangen.

16.03.2009
Langsam aber sicher wird es nun wärmer. Und heute war es sogar ruhig dazu. Wir hatten Bewölkung bei ca. 8 °C mit Wind aus W mit ca. 2-3 Bft. Die Wassertemperatur war ebenfalls leicht angestiegen auf nun 3,8 °C.
Ich fuhr anfangs meine typische Trolling-Tour und bekam … nichts. Absolut tote Hose. Also kreuzte ich einmal über die Sagasbank und immer noch nichts. Danach ging es dann querab Dahme. Hier konnte ich den ersten Dorsch fangen. Später kamen noch zwei Dorschzwerge und eine gute Meerforelle hinzu. Kurz, es war erneut ein recht schlechter Trollingtag. Aber vielleicht habe ich nur im falschen Gebiet geschleppt. Die Meerforelle biss diesmal bei einer Wassertiefe von nur 8 m. So langsam kann man diese Fische nun wieder im flacheren Wasser fangen.
Auffallend war, dass sämtliche Fische auf grüne Köder gebissen haben. Zurück im Hafen erfuhr ich von einem anderen Team, dass sie noch weniger Glück mit den Meerforellen hatten. Also hatte ich nicht einfach nur Pech, sondern es scheint generell im Moment wenig los zu sein. Aber das kann sich sehr schnell wieder ändern.
Die Montage für diese Ausfahrt war wie folgt. Gefischt habe ich wieder mit 6 Ruten (Rhino DF Baltic Trolling, Rhino XTRA Dive Master). Zwei Ruten mit Big Jon Sideliner und Big Jon Mini Diver black mit den Ködern Apex A3.0 chrome/neon blue (385) sowie Apex A3.0 chrome/neon green (386). Darunter wurden zwei Ruten mittels Kastaway Diver clear die Köder Apex A4.5 Mother of Pearl (156) und Northern King NK 28 S platziert. Am tiefsten geführt wurden zwei Ruten mittels Downrigger Scotty Strongarm, an denen die Köder Northern King NK 28 FROG und Northern King NK MAG S-2 befestigt waren. 
Die einzige Meerforelle des heutigen Tages biss auf den Apex A3.0 chrome/neon green (386).

11.03.2009
Diesmal ging es wochentags zum Trolling. Ich hatte ja die Hoffnung, nun ganz allein vor Großenbrode angeln zu können. Aber es gab noch zwei weitere Verrückte, wie mich. Das Wetter sollte ja noch ok sein. Aber leider war es dann doch nicht so optimal, wie erhofft. Wir hatten satte 4 Bft. in Böen 5 Bft. aus NW. Ab 16:00 beruhigte sich der Wind und ging auf 2-3 Bft. runter. Die Lufttemperatur lag bei 5 °C. Das Wetter war anfangs sehr bewölkt. Am späten Nachmittag kam jedoch die Sonne raus und machte das Schleppangeln angenehmer. Das Wasser war nun etwas wärmer als letzte Woche mit 3,2 °C. Vereinzelt gab es Kraut.
Aufgrund des Windes war das Schleppfischen nicht so angenehm, wie es hätte sein sollen. Aufgrund der Drift und des Seeganges polterte das Boot dann doch über die ein oder andere Welle, so dass für reichlich Geräuschkulisse unter Wasser gesorgt war. Meiner Erfahrung nach, sind solche Tage weniger fängig. Das bestätigte sich leider auch in den folgenden Stunden. Es gab lediglich zwei gute Dorsche und eine dicke Meerforelle von 55 cm. Ein dritter Dorsch ging verloren. Nachdem ich bei den letzten Ausfahrten mit Erfolg verwöhnt wurde, war ich nun wieder mit beiden Beinen zurück auf dem Boden der Realität.
Die Montage für diese Ausfahrt war wie folgt. Gefischt habe ich wieder mit 6 Ruten (Rhino DF Baltic Trolling, Rhino XTRA Dive Master). Zwei Ruten mit Big Jon Sideliner und Big Jon Mini Diver black mit den Ködern Apex A3.0 chrome/neon blue (385) sowie Apex A3.0 chrome/neon green (386). Darunter wurden zwei Ruten mittels Kastaway Diver clear die Köder Apex A4.5 black/pearl (083) und Northern King NK 28 S platziert. Am tiefsten geführt wurden zwei Ruten mittels Downrigger Scotty Strongarm, an denen die Köder Northern King NK 28 S und Northern King NK MAG S-2 befestigt waren. 
Die einzige Meerforelle des heutigen Tages biss auf den Apex A3.0 chrome/neon blue (385).

01.03.2009
Endlich sind die Voraussetzungen gegeben, wieder zum Trolling zu fahren. Diesmal sollten um die 5 °C bei bedecktem Himmel werden. Tatsächlich war es die meiste Zeit nebelig, so dass kein Land zu sehen war. Der Wind wehte leicht aus NO mit 2-3 Bft. Da der Wind somit über See kam, hatte er leider auch die unangenehme Temperatur von ca. 2 °C, denn so kalt war das Wasser noch immer. 
Im Hafen angekommen zeigte sich das gleiche erfreuliche Bild, wie letztes Mal. Sämtliche Schleppangler sind wohl auf Rügen zum Lachsangeln, weshalb hier in Großenbrode genug Platz für mich ist. Ich konnte nur zwei weitere Boote im Wasser sichten. Somit bleibt mehr Fisch für mich. Und so war es dann auch. Es gab Großforellenalarm! So viele große Meerforellen (ab 70 cm) hatte ich noch nie bei einer Ausfahrt. 
Aber eins nach dem anderen. Zuerst ging es gleich mit dem Boot raus auf 10 m Wassertiefe, da das Wasser doch recht kalt war und somit im flacheren nichts zu erwarten ist. Eine ganze Zeit lang blieb es ruhig, bis ich zum ersten Hotspot kam. Dort leisteten dann die ersten Meerforellen uns Gesellschaft. Im Gegensatz zu den letzten Trollingtouren, waren jetzt die kleinen Fische schon deutlich größer. Unter 50 cm war keine mehr, während sonst die meisten zwischen 40 cm bis 45 cm waren. Etwas später ein Hammerbiß auf der Downriggerute. Die Schnur wurde regelrecht von der Rolle gerissen. Kurze Zeit später zeigte sich die Meerforelle an der Oberfläche. Wow, was für ein Fisch. Doch sie blieb nicht die einzige. 
Letztlich konnten an diesem Tag eine ganze Reihe schöner Meerforellen gefangen werden. Dorsche gab es nur wenige und diese waren auch wieder deutlich kleiner und dünner als letztes mal. 
Die Montage für diese Ausfahrt war wie folgt. Gefischt habe ich wieder mit 6 Ruten (Rhino DF Baltic Trolling, Rhino XTRA Dive Master). Zwei Ruten mit Big Jon Sideliner und Big Jon Mini Diver black mit dem Köder Apex A3.0 chrome/neon green (386). Darunter wurden zwei Ruten mittels Kastaway Diver clear die Köder Apex A4.5 black/pearl (083) und Mother of Pearl (156) platziert. Am tiefsten geführt wurden zwei Ruten mittels Downrigger Scotty Strongarm, an denen die Köder Northern King NK MAG S-2 und neuartiger Schlepplöffel in silber/blau/rot befestigt waren. Es wurde noch andere Köder verwendet. So biss die größte Forelle auf einen Apex A3.0 Brown Trout (352) tief geführt am Downrigger abends zur Dämmerung. 
Gebissen haben die Meerforellen auf sämtliche Köder in allen Tiefen. Es gab keine Vorlieben. Es gab einen Hotspot, wo sich gleich mehrere tummelten. Ansonsten gab es welche mitten auf der Sagasbank bei 9 m aber auch weiter östlich bei 16 m Wassertiefe. 
Zurück im Hafen freuten wir uns auf das warme Auto, denn diese feuchte Kälte kriecht irgendwann dann doch in sämtliche Knochen. Froh waren wir aber über diese Trollingausfahrt, denn das Erlebte setzte Maßstäbe. 

25.01.2009
Nachdem ich pünktlich zu Weihnachten erkrankt war, bin ich nun wieder voll bei Kräften. Daher brauchte nur noch das Wetter zu stimmen, um erneut zum Schleppangeln zu fahren. Und genau heute sollte es soweit sein. In den letzten Wochen gab es einen Kälteeinbruch, der sogar in Hamburg zu einer vollständig vereisten Elbe führte. Folglich fiel auch an der Ostsee die Wassertemperatur stark ab auf nunmehr ca. 2,5 °C. Das Wasser selbst war getrübt und krautfrei. Heute war nun das Wetter wieder gnädig. Die Lufttemperatur lag bei ca. 2 °C. Meistens schien sogar die Sonne und der Wind blies mit 2-3 Bft. aus SSW. Einfach perfekt für eine Trollingtour. 
Kaum im Hafen in Großenbrode angekommen, musste ich zum ersten Mal seit 2004 feststellen, dass lediglich ein Auto vor uns angekommen war. So wenig war noch nie los bei einem solch perfekten Wetter. Wo waren Sie alle? Auf Rügen? Mir sollte es recht sein, denn je weniger Boote unterwegs sind, umso höher sind die Erfolgsaussichten. 
Damit lag ich auch nicht falsch. Es wurde wieder ein bombastischer Tag mit vielen Meerforellen und einigen dicken Dorschen. Zuerst schleppten wir bei 8 m Wassertiefe, was Mitte November noch sehr erfolgreich war. Doch diesmal war hier nichts zu holen. Das Wasser war dann doch einfach zu kalt. Somit fuhren wir etwas tiefer zu 10 m. Ab dann stellten sich die Bisse ein. Die Krönung war, als mit einem Schlag gleich an vier Ruten Meerforellen bissen. Herrlich! Auffallend war, dass die meisten Meerforellen eher grundnah bissen. Allerdings wurden auch die flacher laufenden Köder gelegentlich genommen. Die meisten Meerforellen waren leider recht klein, doch die beste war immerhin ca. 60 cm groß. Neben Meerforellen bissen wenige Dorsche, welche ausnahmslos gut abgewachsen waren. Sie machten als Treibanker stets eine gute Figur. 
Die Montage für diese Ausfahrt war wie folgt. Gefischt habe ich wieder mit 6 Ruten (Rhino DF Baltic Trolling, Rhino XTRA Dive Master). Zwei Ruten mit Big Jon Sideliner und Big Jon Mini Diver black mit den Ködern Apex A3.0 black/pearl (083) sowie Apex A3.0 chrome/neon blue (385). Darunter wurden zwei Ruten mittels Kastaway Diver clear die Köder Apex A4.5 black/pearl (083) und Mother of Pearl (156) platziert. Am tiefsten geführt wurden zwei Ruten mittels Downrigger Scotty Strongarm, an denen die Köder Northern King NK 28 S und neuartiger Schlepplöffel in silber/blau/rot befestigt waren. 
Die größte Meerforelle des heutigen Tages biss auf den Northern King NK 28 S tief geführt hinter dem Downrigger. 
Der Sonnenuntergang setzte dann dem Schleppfischen ein Ende. Leider, denn wir konnten eigentlich von dieser Ausfahrt nicht genug bekommen.



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