Trolling-Berichte2007
16.12.2007
Nach langer langer Krankheit habe ich mich mal wieder auf das Wasser getraut. Während es noch in Hamburg früh morgens bitterkalt war, wehte in Großenbrode nahezu ein mildes Lüftchen. Wir hatten ca. 4 °C und Wind aus NNW auf NNO drehend mit ca. 2-3 Bft. Bei diesen Bedingungen war ich geradezu überrascht, dass nicht dutzende Trollingboote auf dem Wasser waren. Vielmehr haben es die meisten Angler mit der Pilkrute versucht. Die Wassertemperatur lag bei ca. 5,2 °C. Das Wasser war leicht getrübt und es gab sehr vereinzelt wenig Kraut.
Gefischt habe ich wieder mit 6 Ruten. Zwei Ruten mit Big Jon Sideliner und Big Jon Mini Diver black mit den Ködern Apex A3.0 chrome/neon blue (385) sowie Apex A3.0 chrome/neon green (386). Darunter wurden zwei Ruten mittels Kastaway Diver clear die Köder Northern King NK 28 S-2 und Apex A4.5 Mother of Pearl (156) platziert. Am tiefsten geführt wurden zwei Ruten mittels Downrigger Scotty Strongarm 1085, an denen die Köder Northern King NK MAG FROG und S-2 befestigt waren.
Überglücklich über so ein tolles Wetter, habe ich gleich bei der Hafenausfahrt begonnen, die Ruten auszulegen. Und kaum waren sämtliche Köder im Wasser, ging es auch schon los. In den ersten 30 min. hingen ganze 3 Meerforellen am Band. Nur dumm, dass zwei davon (nämlich die größeren) sich auch recht schnell wieder verabschiedeten. In den folgenden Stunden kamen aber noch einige Meerforellen hinzu und fanden den Weg in die Fischkiste.
Mir war aufgefallen, dass die Meerforellen entweder flach (ca. 5m) oder grundnah bissen bei Wassertiefen von 10-15 m. Die erfolgreichsten Köder für Meerforellen an diesem Tag waren der Apex A3.0 chrome / neon green (386) sowie die Northern King MAG FROG und MAG S-2.
Sehr schnell wurde mir auch klar, warum so viele Pilkangler unterwegs waren, denn es gab Dorsch satt. Und das Schöne dabei war, dass recht viele Dorsche akzeptable Größen ab 50 cm hatten.
Das Trolling lohnt sich also derzeit außerordentlich und bald sind auch wieder ein paar Feiertage.
14.10.2007
Sonne pur und das den ganzen Tag. Nur leider war der Wind etwas mehr als erwartet. Wir hatten heute 13 °C und ca. 4 Bft. aus S bis SSO. Entsprechend ungemütlich fiel der Seegang aus. Die Wassertemperatur lag bei 12,3 °C während das Wasser nur sehr leicht getrübt war.
Diesmal sollte es nicht zum Trolling gehen. Um diesen Vorsatz nicht zu brechen, habe ich gleich gar keine Downrigger mitgenommen. Nein, diesmal wollten wir Wattwürmer baden und den einen oder anderen Plattfisch erbeuten. Motiviert war ich von Fangberichten aus den letzten Tagen, die von zahlreichen und großen "Platten" sprachen. Die Realität sah dann leider etwas anders für uns aus. Aufgrund der Wellen ist der andere Mitangler an Board seekrank geworden und war mit dem "Anfüttern" beschäftigt. Ich hielt durch und bekam gelegentlich eine kleine Kliesche. Viel häufiger jedoch fing ich kleinste Dorsche (bis 45 cm). Nur ab und zu gab es auch einen Dorsch, der mit an Board durfte.
Auffallend war, dass nun die gesamte Küste bis Dahme wieder mit Netzen regelrecht abgeriegelt ist. Diese sind wie immer entlang der 5-6 m Tiefenlinie platziert. Ein "gutes" Zeichen, denn wenn es nichts zu fangen gibt, werden in der Regel auch keine Netze gestellt.
Zurück im Hafen habe ich noch mit einer anderen Bootsbesatzung gesprochen. Diese war Schleppangeln vor Datzendorf und auch erfolgreich. Sie konnten nebst Dorschen auch einige Meerforellen bei ca. 6-7 m Wassertiefe erbeuten, welche recht oberflächennah bissen (3 m). Die fängigen Köder waren u.a. der Apex 4.5 Brown Trout (352). Die typischen Blechlöffel hätten keine Ergebnisse an diesem Tag gebracht.
Damit ging ein schöner Angeltag zu Ende. Die Plattfische dürfen sich nun wieder sicher vor mir fühlen nach unserem heutigen Versuch, denn ab dem nächsten Mal wird wieder verstärkt auf Meerforellen geschleppt.
03.10.2007
Nun hat mich das Trolling-Fieber wieder gepackt. Da gibt es nur eine Medizin, raus auf die Ostsee und fleißig schleppangeln. Das Wetter sollte sehr gut werden. Insofern wunderte es mich auch nicht, dass auf der Autobahn verdammt viele Angler unterwegs waren. Das Wetter war den ganzen tag sonnig und anfangs bis späten Nachmittag nahezu windstill. Später kam Wind aus O mit der Stärke von 3 Bft. auf. Doch dann ging schon die Sonne unter und wir waren auf dem Weg in den Hafen. Das Wasser war leicht getrübt und um 1 °C kälter, als noch vor einer Woche. Die Wassertemperatur lag jetzt bei ca. 13,5 °C. Es gab fast kein Kraut im Wasser und die Quallen insbesondere die Feuerquallen waren stark zurück gegangen. Kurz, es war ein optimaler Tag für das Schleppfischen.
Diesmal sollte es zum Staber Huk gehen. Je näher wir kamen, umso mehr Boote schienen schon vor uns dort zu sein. In der Spitze konnte ich ganze 36 Boote beim Staber Huk zählen. Wir ließen uns davon nicht entmutigen und haben dennoch unsere Runden dort gezogen. Mit Erfolg. Neben einigen guten Dorschen haben wir drei Meerforellen fangen können. Vereinzelt gab es kleine Hornhechte. Zum Schluss fingen wir sogar noch eine kleine Makrele. Also über Abwechslung konnten wir uns diesmal wirklich nicht beschweren.
Doch nun zu den Forellen. Wir hatten nicht wirklich mit welchen gerechnet gehabt. Dieser Ausflug sollte im speziellen den Dorschen gewidmet werden, weshalb wir die Downrigger immer knapp über Grund platzierten. Umso erfreuter waren wir, als wir die erste fingen. Und dass das kein Zufall war, bestätigte sich, als wir noch zwei weitere erbeuteten. Eine der Meerforellen war auffallend schlank, weshalb zunächst der Verdacht auf einen Lachs fiel. Doch bei genauerer Betrachtung der Punktierung und der Maulspalte konnten wir den Fisch als eine Meerforelle identifizieren.
Auffallend war, dass nicht wie im Winter die Meerforellen jetzt sehr grundnah bissen. Die ersten beiden fingen wir knapp über Grund bei 10-12 m Wassertiefe. Die letzten dann im unteren Drittel bei ca. 7 m bei insgesamt 12 m Tiefe. Ebenfalls auffällig war, dass die Meerforellen aber auch die Dorsche den Apex A4.5 black/pearl (083) zu lieben schienen. Wobei eine Trutte auf einen Apex A4.5 Mother of Pearl (156) gebissen hatte. Andere Farben und Größen, sowie normale Schlepplöffel wie z.B. der Northern King wurden gemieden. Dennoch hatten wir diese in verschiedenen Wassertiefen angeboten gehabt. Die Köder wurden wieder mittels Big Jon Sideliner beidseits des Bootes verteilt. In die Tiefe ging es mit den Big Jon Mini Diver black, den Magnetic Diver klar sowie dem Scotty Strongarm Downrigger mit 4,7 kg Bleifisch.
Als wir dann zum Sonnenuntergang auf den Wellen reitend wieder den Hafen ansteuerten, der Wind leicht und mild um unsere Nasen wehte, waren wir uns sicher, dass dieser Ausflug wieder ein ganz besonderes Erlebnis war.
26.09.2007
Endlich mal eine Woche Urlaub und somit die Chance, auch mal wieder auf die Ostsee zu kommen zum Trolling. Das Wetter war heute ideal, nachdem die letzten Monate eher unsommerlich waren mit viel Regen, Wind und ausbleibender Hitze. Heute waren um die 16 °C Lufttemperatur mit mäßiger Bewölkung und anfangs Wind um die 3 Bft. aus SW abnehmend. Am Abend war es dann windstill. Die Wassertemperatur lag bei 14,5 °C und hatte eine leichte Trübung. Es gab kaum Kraut und auch die Quallen waren zahlenmäßig nicht stark. Allerdings gab es noch recht häufig große Feuerquallen, so dass laufend die Wirbel und Köder von deren Überbleibsel befreit werden mussten.
Diesmal ging es gleich zum Schwarzen Grund, um dort die Wassertiefen von 8-20 m abzufahren. Zum Trolling wurden diesmal Apex A3.0 black/pearl (083), A3.0 Mother of Pearl (156) und Norther King NK 28 FROG eigesetzt. Ferner probierte ich auch Naturköder am System Rhys Davis Avchovy Special aus. Die Köder wurden geführt hinter den Tauchscheiben Big Jon Mini Diver black und den Magnetic Diver klar als auch am Downrigger Scotty Strongarm mit 4,7 kg Bleifisch. Die Schnüre mit den Big Jon Mini Divern wurden mittels Big Jon Sideliner seitlich vom Boot verteilt.
Sowohl Natur- als auch Kunstköder brachten gute Fänge. Allerdings beschränkten sich diese auf größere Hornhechte und vereinzelte Dorsche. Letztere müssen derzeit erst intensiv gesucht werden, um gute Fänge zu erzielen, sonst bleiben sie nur ein gelegentlicher Beifang. Über Buschfunk habe ich gehört, dass beim Staber Huk derzeit gute Fänge möglich sein sollen. Die Meerforellen machten sich rar. Nicht ein einziger Kontakt. Gewünscht hätte ich es mir ja, aber wirklich gerechnet habe ich damit jedoch noch nicht. Es wurden aber schon vereinzelt Meerforellen beim Trolling wieder erbeutet.
18.06.2007
Nach vielen langen Monaten Stress und Arbeit endlich mal ein paar Tage Urlaub. Diese Zeit wird genutzt, um mal ein anderes Revier zu testen. Also ging es mit dem Boot nach Dänemark zum Arösund. Dieses Gebiet ist als hervorragendes Sommerrevier für die Meerforellen bekannt. Das Wetter war die ganzen Tage sehr angenehm, d.h. die Sonne schien und es gab keinen Sturm. Die Wassertemperatur lag bei ca. 18,5 °C. Wir sind an zwei Tagen zum Schleppen rausgefahren. Das erste mal sind wir durch den Sund und einmal rund um Arö gefahren, um das Revier ein wenig kennen zu lernen. Der erste Eindruck war, dass es quasi nicht möglich ist, zu Schleppen, da sehr viel Kraut im Wasser war. Dennoch waren wir zäh und hielten durch und wurden mit vielen Hornhechten belohnt. Es gab weder eine Meerforelle noch einen Dorsch noch irgend etwas anderes. Bei der zweiten Ausfahrt konzentrierten wir uns ausschliesslich auf den Sund. Mit der Zeit stellten wir fest, dass es Ecken mit weniger Kraut gab. Diesmal hatten wir allerdings mehr Glück. Auf der Höhe der Hafeneinfahrt nach Arö konnten wir eine Meerforelle fangen. Mit gut 50 cm nicht sonderlich groß, aber dafür gut genährt. Wenig später gab es noch einen Biß. Diese Meerforelle ging allerdings wieder verloren. Die Fische bissen allesamt recht tief bei ca. 10 m bei 12-17 m Wassertiefe. Der Köder war ein Apex 4.5 Black/Pearl (083) geführt am Downrigger. Auch diesmal gab es keine Dorsche. Lediglich Hornhechte gesellten sich als Beifang ein. Um nichts unversucht zu lassen, haben wir eine Nacht lang von der Küste aus geangelt. Doch auch bei diesem Versuch hatten wir kein Glück. Ein Angelfreund, der mich besuchte und viele Jahre Arösund-Erfahrung hat, war verwundert über die fehlende Aktivität der Fische. Normalerweise sei es in den Morgenstunden so, dass des öfteren Meerforellen beim Rauben zu sichten sind. Nicht jedoch dieses mal. Bei uns blieb alles ganz ruhig.
Trotz alledem hat es uns dort sehr gefallen. Das Revier ist sehr abwechsungsreich und man hat alles "vor der Haustür". Wir waren auf dem Campingplatz Gammelbro, welcher uns sehr zufrieden stellte. Es gab Bootstellplätze an Land in ausreichender Anzahl und zwei Slipanlagen, wenngleich nur eine wirklich nutzbar war. Diese Slipanlagen sind jedoch ungeschützt und haben keinen Steg, was kein Problem ist, solange nicht starker Wind aus O weht.
21.04.2007
Nach nur einer Woche schon wieder auf die Ostsee. Das Wetter meinte es gut mit mir. Wir hatten heute den ganzen Tag leichte Bewölkung, d.h. fast durchgängig schien die Sonne. Die Temperatur lag aber bei frischen 10 °C. Der Wind wehte aus W mit 3-4 Bft.
Die Wassertemperatur war wieder gesunken auf 8 °C. Das Wasser selbst war ziemlich trüb mit bräunlicher Färbung. Die Sichtigkeit betrug ganze 1,5 m.
Diesmal wollte ich es noch einmal im tieferen Wasser versuchen, ein paar Meerforellen zu fangen. Aber es wollte nicht mehr gelingen. Es gab nicht einen Kontakt. Dennoch waren sehr viele Boote auf dem Wasser und auch die Polizei war da und hat alle kontrolliert. Der Grund für die ganzen Angler waren wohl die Dorsche. Diese stellten sich auch bei mir als Beifang ein. Sie bissen ausschließlich an die tief geführten Köder hinter dem Downrigger. Die Dorsche waren überwiegend gut abgewachsen. Der Größte hatte immerhin stolze 85 cm und war von sehr kräftiger Statur. Die erfolgreichen Köder waren der Northern King NK MAG Frog sowie Apex A4.5 Chrome/Neon Green (386). Die Dorsche hielten sich vorrangig im westlichen Bereich der Sagasbank auf.
Meine Tour führte von Großenbrode erst einmal ins Tiefere bei ca. 12 m. Dann ging es nach S an der Sagasbank vorbei bis querab Dahme. Nach ein paar Ehrenrunden ging es dann die fast gleiche wieder zurück. Gefischt wurde hierbei ausschließlich in Tiefen zwischen 12 und 16 m. Die Köder wurden wieder verteilt auf die Tiefen 5, 7 und 9-12 m mit den Tauchscheiben Big Jon Mini Diver, Slideper 7 cm sowie dem Downrigger.
15.04.2007
Nach langer Zwangspause konnte ich heute auf's Wasser. Das Wetter sollte es ja endlich mal wieder zulassen. So hatten wir heute strahlend blauen Himmel mit viel Sonnenschein dazu Temperaturen bei knapp 20 °C. Der Wind wehte anfangs mit 2 später mit 4 Bft. aus O. Ich wollte die Meerforellen noch nicht ganz aufgeben und habe auch diesmal den ganzen Tag geschleppt.
Das Wasser war überwiegend sehr klar und hatte eine Temperatur von ca. 9 °C. In den flachen Buchten lag die Temperatur sogar bei bis zu 10,5 °C. Da nun schon der Rapps blühte, habe ich mit den ersten Hornhechten gerechnet. Aber es gab noch keine. Ich habe den ganzen Tag überwiegend sehr flach geschleppt in den geschützen Buchten (vor Heiligenhafen und Orth), wo sich das Wasser noch besser erwärmt. Ich solchen Gebieten entwickelt sich so recht frühzeitig Kleintiernahrung, auf die es die Meerforellen ganz gern mal abgesehen haben. Damit lag ich auch bei diesem Ausflug nicht falsch. Ich konnte eine wunderschöne 55 cm Meerforelle erbeuten, welche sich zuvor mit Garnelen vollgestopft hatte. Ein zweite probierte nur den Köder, blieb aber nicht hängen.
Als Köder kamen die Rapala Husky Jerk Suspending zu Einsatz. Ich habe die Farben S und GMN verwendet. Die Köder wurden teils mittels Big Jon Sideline seitlich zum Boot versetzt.
04.03.2007
Was für ein Tag. Das Wetter hätte heute nicht besser sein können. Anfangs aus S drehte der Wind im Laufe des Tages auf O. Da er jedoch nur mit ca. 1 Bft. wehte, war er zu vernachlässigen. Den ganzen Tag gab es strahlenden Sonnenschein. Die Lufttemperatur kletterte so von ca. 1 °C auf ganze 8 °C.
Das Wasser war noch immer leicht trüb. Im Bereich um Dahme war es zudem leicht bräunlich. Kraut gab es keins im Wasser, jedoch vereinzelt Quallen. Die Wassertemperatur lag bei 4,1 °C.
Bis jetzt ist alles so weit so gut, doch nun der Wermutstropfen. Den ganzen Tag gab es nur einen einzigen Fisch, eine Meerforelle von 55 cm. Ein zweiter Fisch, vermutlich ein Dorsch, kam bereits an langer Leine wieder frei. Das wars. Keine weiteren Kontakte. Vermutlich hätte es noch eine Reihe weiterer Dorsche geben können, aber ich fischte nicht in Grundnähe.
Diese eine Meerforelle biss direkt beim Scharzen Grund auf einen Northern King NK 28 S-3 flach geführt hinter einem Big Jon Mini Diver black. Der andere Fisch begnügte sich mit einem Apex A4.5 Mother of Pearl (156) hinter dem Downrigger ebenfalls beim Scharzen Grund.
Geangelt habe ich nördlich der Sagasbank bis zum Scharzen Grund bei Tiefen um die 12 m. Gegen Abend ging es dann ins flachere bei 7 m.
18.02.2007
Was für ein Tag! Endlich war es mal wieder ruhig. Ein leichter Wind aus SW und strahlend blauer Himmel. Obwohl die Nacht wohl recht kalt war (sämtliche Pfützen waren gefroren), war davon nun davon nichts mehr zu spüren. Die Sonne schickte warme Strahlen bei einer Lufttemperatur von 6-8 °C. Im Laufe des Tages änderte sich das jedoch leider. Gegen Mittag drehte der Wind auf NW und frischte auf 4 Bft. auf. Hinzu kam Hochnebel, so dass es sehr ungemütlich kalt wurde. Einige andere Trollingangler beendeten daher auch vorzeitig den Tag.
Die Wassertemperatur lag nur noch bei 3,6 °C und das Wasser machte einen angetrübten Eindruck. Heute wollte ich mal etwas mehr nach Süden zum Scharzen Grund. Auf Höhe von Dahme bei 9 m Wassertiefe habe ich mit dem Trolling begonnen. Und kaum waren die Ruten ausgelegt, gab es auch schon einen Biss auf einen flach geführten Northern King NK 28 S-3. Leider blieb diese Meerforelle nicht hängen. Das sollte sich dann aber etwas nördlich des Schwarzen Grundes ändern. Eine der Ruten bog sich gewaltig und 40 m hinter dem Boot schoss der "Silberbarren" auch schon aus dem Wasser. Es folgte eine 30 m lange Flucht. Und das blieb nicht die einzige. Letztendlich war ich dann doch stärker und konnte eine sehr kampfstarke 77 cm große Meerforelle landen. Beim Schwarzen Grund gesellten sich noch ein paar Dorsche und eine weitere Mefo hinzu. Dann kam der Wetterwechsel und es wurde an den Ruten ruhig. Am späten Nachmittag kam das Glück zurück und es wurden noch einige 50er Meerforellen gefangen. Allesamt bei ca. 7-8 m Wassertiefe.
Tagsüber waren die grünen Köder recht fängig mit Vorliebe zum Northern King NK28 S-3. Die 77er Mefo bevorzugte jedoch den Apex A3.0 Chrome/Neon Green (386). Beide Köder wurden hinter einem Big Jon Mini Diver black seitlich zum Boot versetzt mittels Big Jon Sideliner geführt. Zum späten Nachmittag hin war die Farbe egal. Die Dorsche bissen auch tagsüber auf sämtliche Köder. Die anderen Ruten waren mit NK Mag FROG (am Downrigger), NK 28 S-2 (hinter Slideper 7cm klar), Apex A4.5 Chrome/Neon Blue (385) (hinter Slideper 7cm klar) und Apex A4.5 Black Pearl (083) (am Downrigger) bestückt.
Zurück im Hafen stand fest, es war wieder ein gelungener Tag.
04.02.2007
Diese Saison war zuletzt verdammt windig, weshalb es für mich die letzten Wochen nicht möglich war, mal wieder auf die Ostsee zu fahren. Bis auf kurze Unterbrechungen hatten wird die letzten 6 Woche recht kräftigen Wind meist aus W. Dieser Wind ging einher mit ungewöhnlich milden Temperaturen, so dass bis jetzt noch kein Winter eingezogen ist.
Heute jedoch sollte der Wind soweit sich beruhigen, dass prinzipiell an eine Ausfahrt zu denken war. Wir hatten den ganzen Tag ca. 4-5 Bft. aus W bei ca. 6 °C und lockerer Bewölkung mit zumeist Sonne. Die Wassertemperatur lag noch immer bei 4,5 °C. Das Wasser war leicht getrübt im Uferbereich und frei von Kraut.
Geplagt von den Entzugserscheinungen, schon so lange nicht mehr angeln gewesen zu sein, und dem Bericht eines Kunden, der vor drei Tagen hier eine sagenhafte 91 cm große blitzblanke und knapp 9 kg schwere Meerforelle gefangen hatte, zogen wieder nun endlich wieder los, um das Silber des Ostsee zu finden.
Erwartungsgemäß waren heute sämtliche Trollingangler unterwegs, die ein Boot hatten. Wir verließen als letzte den Hafen und kümmerten uns erst einmal um den Flachwasserbereich bei ca. 6 m. Leider blieb dieser Versuch ohne Erfolg, weshalb wir dann ins tiefere bei 10-17 m fuhren. Wir gaben unser bestes und kämpften gegen den Wind an, aber bis auf zwei schöne Dorsche gingen keine Fische an die Ruten. Gegen Nachmittag entschieden wir uns, wieder die flacheren Bereiche aufzusuchen. Und schon beim Weg dahin fingen wir eine gut 50 cm große sehr gut genährte Meerforelle. Sie biss bei ca. 8 m Wassertiefe auf einen flach geführten Apex A3.0 Chrome/Neon Green (386) hinter einen Big Jon Mini Diver black. Der Abstand zwischen Tauchscheibe und Sideplaner (Big Jon Sideliner) war so gewählt (22 m), dass dieser in ca. 4-5 m Tiefe lief. Anschließend kreuzten wir auf der 7 m Tiefenlinie zurück in Richtung Hafen. Dabei fingen wir noch zwei weitere jedoch zu kleine Meerforellen und eine knapp 60 cm große Regenbogenforelle. Diese vollzog anfänglich ihre Fluchten eher über als unter Wasser. Faszinierend! Alle Forellen bissen auf den oben genannten Köder. Jedoch hatten wir den Abstand zwischen Sideliner und Tauchscheibe auf ca. 12 m verkürzt, so dass der Köder in etwa bei 3 m lief.
Als wir nun unser angeln einstellten und den Hafen ansteuerten, schlief auch der Wind auf ca. 2 Bft. ein. Die fischlose dafür aber windige Plagerei bis zum Nachmittag war nun vergessen und in Erinnerung bleibt ein schöner erfolgreicher Ausflug auf die Ostsee.











