Trolling-Berichte 2006

23.12.2006
Auch wenn es der letzte Tag vor Heiligabend ist, aber wenn das Wetter passt und etwas Freizeit vorhanden ist, muss es auf die Ostsee gehen. So oder so ähnlich dachten auch viele andere und somit war es heute verdammt voll im Großenbroder Revier. Ich habe ca. 10 Trollingboote gezählt.

Das Wetter war für diese Jahrezeit super. Es war ruhig mit ca. 2-3 Bft. aus WSW und dicker Bewölkung. Die Lufttemperatur lag um die 8 °C. Das Wasser ist weiter etwas abgekühlt auf nunmehr 7 °C. Es gab stellenweise (an den Strömungskanten) Kraut, aber die Menge war zu vernachlässigen.

Heute habe ich mich gleich ins tiefere Wasser orientiert und wurde auch gleich mit zwei winzigen Meerforellen "belohnt". Generell gibt es in den letzten Wochen in diesem Revier sehr viele sehr kleine Meerforellen. Langsam gesellen sich aber auch die größeren Kaliber hinzu. War vor wenigen Wochen noch eine 60er das höchste der Gefühle so werden nun schon vereinzelt Meerforellen im 70er Größenbereich gefangen.

Ich hatte nicht ganz soviel Glück. Bei mir hörte heute die max. Meerforellenlänge bei 55 cm auf. Gebissen haben die Meerforellen wie üblich im Mittelwasser. Sie nahmen sowohl normale Schlepplöffel wie Northern King als auch Apex. Zum Einsatz kamen heute NK Mag GLO, NK 28 S-2, NK 28 S-3, Apex A4.5 Mother of Pearl (156), Apex A4.5 Black Pearl (083) und Apex A3.0 Chrome/Neon Green (386). Zeitweise war der NK Mag GLO bei den Dorschen der Renner. Entgegen der letzten Wochen waren nun auch wieder vermehrt kleinere Dorsche unter den Fängen.

10.12.2006
Nachdem es nun längere Zeit stark windig aus Süd war, sollte heute ein ruhigerer Tag werden. So kam es auch. Wir hatten den ganzen Tag Sonnenschein und ca. 3-4 Bft. aus SW. Die Lufttemperatur lag bei ca. 5°C. Aufgrund der Winde in der letzten Zeit war das Wasser leicht angetrübt. Die Wassertemperatur lag bei ca. 8°C. 
Geschleppt wurde wieder zuerst im flacheren Bereich bei ca. 6 m Wassertiefe, aber ohne Erfolg. Also wurde die Suche nach den Meerforellen ins Tiefere verlegt. Es dauerte auch nicht lang, bis eine 65 cm große und sehr sprungfreudige Meerforelle gelandet werden konnte. Später haben wir noch zwei weitere allerdings deutlich kleinere verloren. So ganz nebenbei gab es wieder schöne Dorsche mit Längen um die 60 cm. Die Kleindorsche waren bei uns noch immer selten. Zurück im Hafen mussten wir erfahren, dass andere Boote mehr Glück hatten. Es konnten zahlreiche allerdings recht kleine Meerforellen querab bei Dahme bei ca. 6-8 m Wassertiefe gefangen werden. 
Bei uns kamen die Köder Apex A3.0 und A4.5 in den Farben Mother of Pearl (156), Chrome/Neon Green (386) und Blue/Pearl (082) sowie Northern King NK 28 S-2 zum Einsatz. Gefangen haben sie alle. Die gelandete 65er-Meerforelle hatte sich allerdings am NK 28 S-2 hinter dem Downrigger in 8 m Tiefe über 12 m tiefen Wasser nördlich der Sagasbank vergriffen gehabt.

26.11.2006 
Endlich sind die beiden Faktoren Zeit und Wetter zu meinen Gunsten zusammen gekommen. Heute hatte ich Zeit und das Wetter meinte es auch gut. Die letzten Wochen waren sehr mild. Zu warm für diese Jahreszeit. Auch war das Wetter an der Küste recht windig. Aber heute sollte sich der Wind beruhigen und so hatten wir den ganzen Tag gerade mal 2-3 Bft. aus S. Auch von oben kam nichts Schlimmes. Es war bewölkt und es gab keinen Regen. 
Nachdem vor drei Wochen nahe beim Hafen es bereits Bisse gab, versuchte ich es auch diesmal wieder dort zu Beginn. Das Wasser war ca. 9 °C kalt und angetrübt. Das Kraut war verschwunden. Und siehe da, bei 6 m Wassertiefe gab es gleich in den ersten 30 min. 3 Meerforellen. Ein Traumstart. In Richtung Dahme klarte das Wasser auf. Ich verlegte die Angelei in tieferes Wasser. In diesem Gebiet ging es zu, wie auf einem Jahrmarkt. Hier lagen 5 Angelkutter und noch gut ein Dutzend Angelboote. Alle hatten es auf Dorsch abgesehen. Dort angekommen folgten dann Meerforelle auf Meerforelle. Und gelegentlich biss auch ein Dorsch. Zahlenmäßig war dieser Ausflug ein Rekordtag. So viele Meerforellen hatte ich noch nie an einem Tag gefangen. Der Wermutstropfen allerdings war, die meisten waren sehr klein so um die 40 cm und damit zu klein, um in meinem Boot mitfahren zu dürfen. Die größte Meerforelle an diesem Tag, die ich fing, war 60 cm. Bei Gesprächen im Hafen kam heraus, dass allgemein in den letzten Tagen die Obermarke bei Meerforellen bei ca. 60 cm liegt. Die Dorsche allerdings, weshalb auch so viele Boote unterwegs waren, hatten durchweg eine sehr gute Größe. Ich hatte nicht einen Winzling. Alle waren mit kleinen Abweichung knapp 60 cm groß. Hier sollte ich aber noch erwähnen, dass ich nicht auf Dorsch aus war und daher auch nicht in Grundnähe gefischt habe. Hätte ich das, wären sicherlich auch kleinere Exemplare ins Boot gekommen. 
Bei den Ködern schien es keine Vorlieben zu geben. Es wurde einfach auf alles gebissen. Ich hatte mit Apex 3.0 und 4.5, sowie Brisling von Wuttke und Northern King NK 28 in den üblichen Farben (grün, pearl, blau, schwarz) gefischt. Bei der 6m-Tiefenlinie bissen die Meerforellen nur auf flach geführte Köder wie Rapala Husky Jerk Suspending 12 cm. In den tieferen Gebieten bissen sie auf Köder in 5-9 m Tiefe. Die Köder wurden wieder wie folgt verteilt (bei 6 Ruten): Außen - Köder hinter Big Jon Mini Diver black (ca. 20m Entfernung zum Sideliner, Ködertiefe ca. 5 m) hinter einem Big Jon Sideliner (ca. 20 m Entfernung zum Boot); Mitte - Köder hinter Slideper 7 cm klar (ca. 20 m Entfernung zum Boot, Ködertiefe ca. 7 m); Innen - Köder hinter Downrigger (Ködertiefe ca. 8-9 m).

03.11.2006
Heute war nun unser Saisonauftakt. Bis Ende Oktober hatten wir ja fast nahezu sommerliche Temperaturen mit viel Sonnenschein gehabt. Doch in den letzten Tagen gab es den ersten Kälteeinbruch mit viel Wind ja sogar bis zum Orkan aus West. Folglich war die Wassertemperatur um ein paar Grad von ca. 15 °C auf nunmehr ca. 10,5 °C abgestürzt. Der Wind brachte auch eine Menge Wasser mit sich (ca. 1,5 m), so dass sogar Heiligenhafen "abgesoffen" war. Aufgrund des starken Wellenganges und der Brandung wurde leider auch sehr viel Kraut losgerissen, so dass fast überall sehr viel Kraut im Wasser war. Das machte leider ein Angeln insbesondere an den Hotspots extrem schwierig. Ebenfalls wurde das Wasser aufgrund des starken Windes der vergangenen Tage angetrübt.

Gestern und heute beruhigte sich die Wetterlage. Heute hatten wir nur schwachen Wind mit ca. 2 Bft. aus NW bei etwas Bewölkung und recht viel Sonnenschein. Die Nacht über war sehr kalt mit Temperaturen unter Null. Im Laufe des Tages hat sich das allerdings geändert und die Temperatur stieg auf ca. 6 °C. Wir sind aus dem Hafen von Großenbrode ausgelaufen und haben sofort mit dem Trolling begonnen. Und siehe da, es gab auch gleich zwei heftige Meerforellenbisse auf einem Apex A3.0 Chrome/Neon Green (386) hinter einem Big Jon Mini Diver black. Ein paar Meter weiter war das Wasser verkrautet. Somit steuerten wir tiefere Wasser an, jedoch das Krautvorkommen nahm nicht ab. Also wurde das Gerät eingeholt mit Highspeed Richtung Schwarzer Grund gefahren. In Höhe von Dahme war das Wasser wieder krautfrei, so dass wir dort das Trolling fortsetzten. Kurze Zeit später gegen Mittag fingen wir auch eine kleine Meerforelle von geschätzten 40 cm. Obwohl ihr noch der Schwanz eines Tobiasfisches aus dem Maul ragte, verging sie sich an einem Apex A4.5 Blue Melone (402) bei ca. 7 m Wassertiefe. Beim Schwarzen Grund angelangt gab es wieder Unmengen Kraut. Also ging es wieder Richtung Nord. Südlich der Sagasbank gab es einige schöne Dorsche. Vereinzelt waren Kapitale dabei, die wir aber allesamt nicht landen konnten. Sie waren von der Kategorie Anker, so dass sie sich nur kaum bewegen ließen, was bei einem fahrenden Boot nachteilig ist und zum Verlust führen kann. Zuletzt gab es wieder kurz vor dem Hafen einen Meerforellenbiss auf einem Apex A4.5 Mother of Pearl (156) am Downrigger. Hornhechte haben wir nicht mehr angetroffen.

20.06.2006
Da die Meerforellensaison im Großenbroder Revier im wesentlichen vorbei ist, haben wir diesmal uns "nach neuen Ufern" umgesehen. Die Witterung lies ein solches Vorhaben auch zu. Es war recht warm mit ca. 26 °C und meistens locker bewölkt. Der Wind wehte gegen Mittag leicht aus S mit ca. 2 Bft. Später schlief der Wind vollständig ein. Wir begannen den Angeltag erst gegen 13:00 und haben dafür bis Mitternacht gefischt.

Die Reise ging zuerst nach Staberhuk, um dann von dort die Ostseite Fehmarns in verschiedenen Tiefen zu beangeln. Und der Anfang stimmte uns sehr zuversichtlich. Kaum waren wir beim Staberhuk angekommen und hatten die Ruten ausgelegt, als auch gleich nach ca. fünf Minuten beim ersten Biss eine knapp 60 cm große Meerforelle am Haken hing. Kurz darauf noch ein guter Biss und zutage kam ein schöner Dorsch. Seltsamerweise war von den Hornhechten nichts zu spüren. Aber wenn der Tag so gut los geht, kann es nur noch schlechter werden. Und so kam es auch. Es gab keinen weiteren Meerforellenkontakt. Und auch die Dorsche waren eher selten, dafür aber recht groß. Stattdessen wurden die Hornhechte extrem zahlreich.

Auch das Wasser war sehr wechselhaft. Es war ca. 18 °C warm und stellenweise (an den Strömungskanten) voller Kraut und Quallen.

Gefischt haben wir in verschiedenen Tiefen von ca. 6 m bis 20 m. Die Köder haben wir über diese Tiefe entsprechend verteilt. Die Meerforelle biss ca. 14:00 Uhr bei 8 m Wassertiefe beim Staberhuk auf einen Apex A3.0 Black/Pearl (083) hinter einem Big Jon Mini Diver Black geführt an dem Sideliner von Big Jon.

03.06.2006
Einmal mehr ging es auf die Meerforellenjagt. Das Wetter spielte prima mit. Es war leicht windig mit 3-4 Bft. aus W. Die Lufttemperatur lag um die 14 °C und es war stark bewölkt mit teils leichten Regen.

Das Wasser hatte sich weiter erwärmt auf nun ca. 12,5 °C, obwohl es eigentlich die letzten Tage eher recht kühl war. Das Wasser war klar. Gebietsweise trieben oberflächennah Kraut bzw. Algen.

Erschwerend zur Angelei kam hinzu, dass scheinbar sämtliche Segelboote der Ostsee unterwegs waren. Wir waren bereits seit 6:00 auf dem Wasser und haben sowohl das Flachwasser (ca. 6 m) als auch die größeren Tiefen um die 12 m beangelt. Es gab massenweiße Hornhechte und auch die Dorsche waren zahlreich vertreten. Nur die Meerforellen wollten nicht. Erst gegen Mittag verirrte sich eine winzige Meerforelle an die Angel. Sie biss direkt beim Schwarzen Grund auf einen Nothern King NK 28 FROG hinter dem Downrigger in ca. 8 m Wassertiefe und durfte auch gleich im Wasser bleiben. Angeboten haben wir Apex Chrome/Neon Green (386), Apex Black/Pearl (083), Northern King NK 28 FROG, Mörrum-Blinker 22g GF sowie Naturköder am Rhys Davis Anchovy Special System. Wir hatten jedoch sämtliche Ruten entweder mit Kunstköder oder mit Naturköder bestückt, da diese verschiedenen Köderarten unterschiedliche Schleppgeschwindigkeiten bedingen.

17.05.2006
Heute stand mein Trailer im Mittelpunkt, da er wieder den TÜV brauchte. Nachdem das erledigt war, war es erst Mittag. Genug Zeit also, den Fischen auf die Schuppen zu rücken. Nachdem es morgens sehr trüb und etwas windig war, besserte sich das Wetter zum Mittag hin. Es kam die Sonne raus und der Wind aus W schlief immer mehr ein. Die Lufttemperatur lag bei ca. 18 °C.

Da der Wind die letzten Tage aus W kam, waren auch die Trübung des Wassers im Uferbereich sowie das Kraut verschwunden. Die Wassertemperatur lag bei 10 °C. Ich startete mit dem Angeln bei 10 m Wassertiefe und ging dann immer weiter hinaus bis auf 20 m. Irgendwie machten sich diesmal die Fische rar. Lediglich die Hornhechte waren nun massenweise vorhanden. Auch die vielen schönen Fischechos bei der 20m-Tiefenlinie vom Samstag waren weg. So war ich fast die ganze Zeit mit den Hornhechten beschäftigt und gelegentlich gesellte sich noch ein Dorsch hinzu. Zur Dämmerung hin war ich wieder bei 10 m Wassertiefe zurück. Hier fing ich auch eine schöne Meerforelle von gut 50 cm. Kurz darauf wollte noch eine winzige Meerforelle zu mir ins Boot, aber diese musste dann doch im Wasser bleiben. Gegend Abend nahmen auch die Dorschbisse zu.

Gefischt habe ich diesmal anfangs ausschließlich mit Apex A4.5 und A3.0 in Dark Green/Pearl (079), Black/Pearl (083) sowie Mother of Pearl (156). Später rüstete ich auf Naturköder um. Dabei kamen die Rhys Davis Anchovy Special Clear zu Einsatz. Mit dieser Montage habe ich dann auch die Meerforellen gefangen. Sie bissen auf Naturköder hinter Slide Diver 7 cm klar in ca. 7 m Wassertiefe über 10 m Grund.

13.05.2006
Man merkt, dass Sommer wird bzw. schon ist. Heute war es den ganzen Tag windstill und die Sonne schien. Gelegentlich gab es ein paar Schleierwolken. Die Lufttemperatur lag bei ca. 20 °C. Im Uferbereich war das Wassert teils trüb, da vor wenigen Tagen langanhaltender kräftiger Ostwind herrschte. Die Wassertemperatur lag bei 10 °C an der Oberfläche. Interessant war, dass es mehrere Temperaturschichten gab. Von 0-9 m waren ca. 10 °C abnehmend auf 7,5 °C. Im Bereich von 10-12 m stiegt die Wassertemperatur wiederum auf 10 °C. Ab 13 m fiel die Wassertemperatur sprunghaft auf nur noch 6 °C. Die Sprungschicht war auf dem Echolot (Lowrance LMS 337 C DF) zu erkennen. Gemessen habe ich die Temperatur mit dem GTM 40 T+.

Wir waren schon ab 7:00 auf dem Wasser. In dem angetrübten Wasser bei ca. 6 m Wassertiefe konnten wir sogleich mehrere Meerforellen fangen. Sie bissen auf Rapala Husky Jerk S 12 cm Suspending sowie Apex A4.5 Black/Pearl (083). Die meisten waren recht klein. Die Größte war ca. 65 cm und wurde dennoch gleich wieder zurück gesetzt, da sie zwar silber aber noch recht dünn war. Im tieferen Wasser bei ca. 10 m bekamen wir noch eine Meerforelle knapp über Grund auf dem Apex A4.5 Black/Pearl. Gegen Mittag versuchten wir es noch bei ca. 20 m Wassertiefe, aber ohne Erfolg. Sowohl im Flachwasser aber noch mehr im tiefen fingen wir sehr viele Dorsche. Insbesondere bei 20 m Wassertiefe hatten wir recht viele Fischechos auf unserem Echolot. An der Ostkante der Sagasbank fingen wir auch unsere ersten Hornhechte für dieses Jahr.

03.05.2006
Heute war wieder ein sommerlicher Tag. Es war bis zum Nachmittag nahezu windstill. Danach wehte eine leichte Brise (1-2 Bft.) aus Ost. Es schien die ganze Zeit die Sonne. Die Wassertemperatur lag bei ca. 7 °C. Das Wasser war teils trüb, teils klar und gebietsweise voller Kraut. Kurzum, alle paar Kilometer wechselte das Wasser seinen Charakter, aber es war durchgängig gut zu befischen.

Nachdem bei der letzten Ausfahrt sämtliche Meerforellen im Flachwasser gebissen hatten, konzentrierten wir uns auch dieses mal auf diesen Bereich. Mehr noch, wir befischten ein anderes Revier als sonst nämlich den Fehmarnsund und das Gebiet vor Heiligenhafen. Leider schienen die Meerforellen dort nicht auf uns zu warten. Dennoch konnten wir eine schöne Meerforelle um die 50 cm fangen. Ansonsten gab es abends noch ein paar Dorsche. Im Fehmarnsund konnten wir zudem Heringsschwärme beobachten.

Aufgrund des gewählten Revieres konnten wir nicht testen, wie es im tieferen Wasser ausgesehen hätte.

Dann hatte ich noch eine Begegnung der unschönen Art. Ein anderer Angler fuhr trotz meiner hinweisenden Gestikulation mit seinem Boot Vollgas in ca. 15 m Entfernung über meine Schnüre und sammelte diese ein, so dass meine Rollen in den höchsten Tönen kreischten. Fahrerflucht inklusive. Daher hier ein Hinweis: Wenn der Kurs eines schleppangelnden Bootes gekreutzt werden muss, so sollte das entweder mit einem Mindestabstand von 100 m beidseits sowie zum Heck oder noch besser vor dem Bug geschehen. Alles andere ist grob fahrlässig!

19.04.2006
Endlich fallen ein terminfreier Tag und gutes Wetter wieder zusammen. Heute waren Temperaturen bis 13 °C sowie kaum Wind aus W angekündigt. Tatsächlich war es anfangs auch sommerlich schön mit strahlendem Sonnenschein und warmen Temperaturen. Doch das Wetter änderte sich geringfügig gegen Mittag. Dann nämlich kam ein kalter Wind mit 2-3 Bft. aus SO auf. Auch der Himmel bedeckte sich. Die Wassertemperatur lag bei ca. 5,5 °C und das Wasser war relativ trüb mit einer Sichtigkeit von ca. 2 m.

Gefischt wurde wieder anfangs im Flachwasser und später im tiefen. Es konnten reichlich Meerforellen gefangen werden. Die Größte war ganze 68 cm lang. Sämtliche Meerforellen bissen im Flachwasser und das hauptsächlich auf Rapala Husky Jerk Suspending 12 cm in den Farben GMN und S sowie Apex A3.0 Black/Pearl (083). Auch die Dorsche sind wieder reichlich vor Ort und konnten in guten Größen zahlreich gefangen werden. Die Dorsche standen hauptsächlich im tieferen Wasser bei ca. 10 m und mochten ganz besonders Apex 4.5 Mother of Pearl (156), Apex 4.5 Chrome/Neon Blue (385), Northern King NK 28 RB sowie Wuttke Brisling 9,5 cm schwarz/gold/silber (306).

Die Köder wurdem im tieferen Wasser wie üblich verteilt mittels Big Jon Sideliner, den Tauchscheiben Big Jon Mini Diver Black, Slide Diver 7 cm klar sowie Downrigger.

03.04.2006
Eigentlich sollte es ja heute ein ruhiger Tag werden. Deswegen bin ich auch nach Großenbrode gekommen. Stattdessen haben wir anfangs 4 Bft. aus S drehend und auffrischend auf ca. 5 Bft. (in Böhen 6 Bft.) aus NW mit ca. 5 °C. Dazu gab es noch jede Menge Regen. Diese Bedingungen sind alles andere als ideal, da so nicht optimal alle Hotspots beangelt werden können. Die Wassertemperatur war erwartungsgemäß gestiegen auf ca. 3,5 °C und in Grundnähe auf 2,4 °C (gemessen mit dem GTM 40 T+). Das Wasser war krautfrei.

Gefischt wurde anfänglich im Flachwasser bei ca. 6 m Wassertiefe. Hier gab es jedoch nichts zu holen. Später fischte ich bei 12 m Wassertiefe. Es konnten hier einige Meerforellen erbeutet werden. Die Größte war 65 cm.

Die Köder wurden wieder in verschiedenen Wassertiefen von 5-12 m geführt mittels Downrigger und Tauchscheiben (Big Jon Mini Diver black und Slideper 7 cm klar). Die fängigen Köder waren erneut all die, die irgendwie nach Hering aussahen. So wurden die Meerforellen auf den Apex A3.0 Mother of Pearl (156) und Wuttke Brisling 12 cm blau/gelb/silber (318) gefangen. Die grünfarbenen Köder wurden allenfalls von den gelegentlichen Dorschen genommen.

23.03.2006
Heute sollte es ruhig und vor allem sonnig werden. Also ging es wieder auf die Ostsee und es war tatsächlich so. Wir hatten ca. 2 Bft. aus vorwiegend S mit einer Lufttemperatur von 3-4 °C. Meine Hoffnung war, dass aufgrund der Sonne die Wassertemperatur etwas steigt, was den Meerforellen ihre Beißlaune zurück gibt.

Die Wassertemperatur war tatsächlich auf ca. 1,5 °C angestiegen, wobei allerdings in Grundnähe die Temperatur geringfügig niedriger war mit ca. 1,2 °C gemessen mit dem GTM 40 T+. Da die Sonne zuerst das Flachwasser erwärmt, hätte ich dort fischen müssen. Allerdings war bei meinem Messungen aufgefallen, das selbst die tiefen Bereiche die selbe Temperatur wie der Flachwasserbereich hatten. Daher wurde wieder bei der Sagasbank zwischen 8 und 15 m geangelt. Vereinzelt waren Heringsschwärme unterwegs. Alles zusammen machten mich diese Umstände sehr zuversichtlich. So dauerte es auch nicht lang, bis die ersten Meerforellen gefangen werden konnten. Die größten waren 77 cm und 69 cm. Insbesondere die 77-er war kugelrund mit Heringen voll gefressen und brachte ca. 6 kg auf die Waage.

Die Köder wurden wieder in verschiedenen Wassertiefen von 5-12 m geführt mittels Downrigger und Tauchscheiben. Die fängigen Köder waren all die, die irgendwie nach Hering aussahen. So waren der Apex A3 Black/Pearl (083), A4.5 Mother of Pearl (156) und Northern King NK28 S-2 tödlich für die Forellen und auch Dorschen. Sämtliche grün-farbenen Köder wurden von den Fischen gemieden. Die Meerforelle bissen in allen Wassertiefen, d.h. sowohl die flach als auch die tief geführten Köder wurden "verhaftet".

Von anderen Booten wurden ebenfalls gute Fänge mit Meerforelle über 70 cm berichtet. Teils wurden die Fische bei 8-9 m Wassertiefe erbeutet.

19.03.2006
Nach einem weiteren Monat voller Kälte und Wind war endlich mal wieder die Wetterprognose versöhnlich. Nein, es sollte nicht warm werden, aber wenigstens mal etwas ruhiger. Also raus auf die Ostsee.

In Großenbrode angekommen, mussten wir feststellen, dass dann doch der Wind mit 4 Bft. aus SW wehte. Dazu war es noch recht diesig. Die Nacht über war es wieder recht kalt, da sämtlich Pfützen gefroren waren. Das Wasser der Ostsee hatte 0,7 °C und war zudem klar und krautfrei.

Wir fischten in Richtung Sagasbank über 10-12 m Wassertiefe. Nach mehreren Stunden Trolling dann das: BBBIIISSSSS! Und was für einer. Die Schnur lief von der Rolle. Ich nahm Kontak auf und spürte sofort, jetzt geht's los. Das ist eine Meerforelle, wie man sie sich wünscht. Nachdem ich sie dann auch noch kurz an der Oberfläche toben sehen durfte, hat sie sich einfach so dem Zweikampf entzogen. Das war dann auch schon alles für den ganzen Tag. Keinen Kontakt weiter.

An den vorherigen beiden Tagen war auch das Trollingtreffen in Großenbrode gewesen. Das Ergebnis da war auch nicht der Rede wert mit ca. einer Meerforelle pro 10 Bootstagen. Dorsche wurden noch weniger gefangen. Von daher war schon klar, dass es sehr schwer werden würde.

Die Meerforelle biss auf einen Apex A3 Mother of Pearl (156) hinter einer Tauchscheibe Big Jon Mini Diver black geführt an einem Big Jon Side Liner. Somit lief dieser Köder in nur ca. 5-6 m Tiefe, als der Fisch biss. Das ist insofern interessant, als dass die Meerforellen bei den letzten Ausfahrten eher recht tief anzutreffen waren.

19.02.2006
Heute sollte es nahezu windstill werden. Also warum nicht einfach mal diese Gelegenheit nutzen und neue Reviere erkunden. Gesagt, getan. Auf dem Wasser entschieden wir uns, die Gewässer um Fehmarn herum unsicher zu machen. Leider kam Nebel auf und machte das Angeln etwas ungemütlicher wegen der eingeschränkten Sicht aber vor allem wegen der Kälte. So war es nun den ganzen Tag nebelig bei ca. 2-3 °C. Der Wind wehte leicht (1-2 bft.) aus NW. Wir fischten einmal um ganz Fehmarn herum. Die Wassertemperatur lag bei ca. 1,5 °C und das Wasser war frei vom Kraut. Wir fischten in Tiefen von 12-20 m und verteilten die Köder entsprechend. Uns fiel auf, dass das Wasser im und um den Fehmarnsund die höchste Wassertemperatur mit ca. 2,1 °C hatte.

Leider war dieser Ausflug nicht von vielen Fischen gekrönt. Es gab keinerlei Kontakt zu Meerforellen. Dafür fingen wir einige teils große Dorsche. Aber enttäuscht waren wir nicht, denn wenn man Neuland betritt, ist es sehr schwer, gleich Erfolg zu haben.Außerdem haben wir viele vielversprechende Gebiete entdecken können, in denen bestimmt noch das ein oder andere Potential schlummert.

17.02.2006
Das Wetter war einfach zu verlockend. Es waren bis zu 5 °C und nahezu windstill (ca. 2 Bft.) aus südlicher Richtung. Leider war es wieder recht nebelig, aber damit muss man einfach zu dieser Jahreszeit leben können. Die Wassertemperatur war auf 1-2 °C gestiegen und das Kraut vom letzten Ausflug war verschwunden. Somit waren ideale Bedingungen. Unter diesen Umständen ist es nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Meerforellen beißen. Und so dauerte es auch nicht lange, bis die ersten Fische gelandet wurden. Im Laufe des Tages ging es munter weiter so. Allerdings waren es ausnahmslos eher kleine Meerforelle um die 45-50 cm.

Die Fische bissen alle in tieferem Wasser, d.h. bei einer Wassertiefe von gesamt ca. 12-15 m bei ca. 9 m. Die bevorzugte Farbe war perlmutt. Insofern waren die Apex A4.5 Mother of Pearl (156) und Black/Pearl (083) die Renner. Aber auch Northern King NK 28 S-3 und FROG brachten gelegentlich einen Biß. Die Köder wurden wieder in Tiefen von 5-12 m platziert, jedoch brachten nur die tief geführten Köder hinter Downrigger oder Slide Diver klar den Erfolg.

11.02.2006
Hier mal eine Mail eines befreundeten Trollinganglers, der am Tag zuvor (11.02.2006) im selben Revier unterwegs war:

"Moin Mirko,

vieleicht noch eine Ergänzung zu deinem letzten Bericht. Ich war am Samstag drausen und wunderte mich auch über das viele Kraut, besonders westlich von der Sagasbank. Ich glaubte der doch recht starke Wind in den letzten Tagen hatte das Kraut vor Großenbrode getrieben. Östlich der Sagasbank dann wenniger Kraut, aber auch keine Fische. Ich konnte machen was ich wollte, es stellte sich kein Erfolg ein. Der Tag brachte zwei Dorsche und eine Forelle ( ca. 40 ) die alle weiter schwimmen durften. Ich bin aus reiner Verzweifelung sehr lange drausen geblieben in der Hoffnung das sich in der Dämmerung noch was tun würde, Es tat sich auch was, nähmlich gegen 17:30 erschienen aus der Dämmerung 4 Kutter am Horizont an der Ostseite der Sagasbank. Es fuhren jeweils zwei Kutter parallel zueinander in langsamer Fahrt. Ich konnte nicht mehr genau erkennen was genau sie gemacht haben, ich schätze aber die waren der Grund für dein Kraut-Tag am Sonntag weil mal wieder geschleppt wurde was das Zeug hält. Ich hatte mir eigendlich vorgenommen auch am Sonntag zu fahren, habe es mir auf Grund meiner Beobachtung dann anders überlegt. Dein Bericht bestätigt mir leider diese Überlegung. Übrigens war ich mit meinen 3 Fischen noch gut bedient, zwei Kollegen die ich sehr schätze, haben eine saubere Nullrunde hingelegt . 

..."

12.02.2006
Endlich sind die Umbauarbeiten an meinem Boot angeschlossen. Heute endlich konnte ich die neue Bootselektronik testen. Das Wetter war gut geeignet dafür. Wir hatte nur wenig Wind mit 2-3 Bft. aus SSW. Morgens war es noch recht kalt (-3°C) dafür sehr trocken und die Sonne schien. Im Laufe des Tages kam allerdings Nebel auf. Dafür wurde es etwas wärmer (+1 °C). Gleich nachdem wir den Hafen verlassen haben, musste sich das Boot seinen Weg durch eine leicht vereiste Ostsee bahnen. Aber schon bald erreichten wir freies Wasser. Die Wassertemperatur lag bei nur 0,5 °C. Dafür war es dann sehr starkt verkautet. Und wir konnten hin fahren, wohin wir wollten, es bliebt verkrautet. Kurzum, so viel Kraut habe ich hier noch nicht erlebt, selbst in den krautigsten Krautzeiten nicht. Wir haben von Großenbrode ab Richtung Süden zur Sagasbank und noch weiter Richtung Dahme gefischt. Auch probierten wir es östlich der Sagasbank. Aber das Kraut war überall. Also mussten wir ständig die Köder kontrollieren und säubern. Bei all dem Ärger hatten wir dennoch 3 Kontakte. Aber das war es auch schon. Mehr ging nicht, da die Köder schon beim Kontakt mit dem Wasser verkrautet waren.

Andere Boote hatten da wohl etwas mehr Glück. Sie konnten krautfreie Gebiete nördlich von Großenbrode finden und dort auch Fische fangen.

03.02.2006
Habe gerade erfahren, dass der Natur beim Tauen des Eises ein wenig nachgeholfen wurde, so dass nun der Hafen wieder eisfrei und offen ist.

02.02.2006
Heute war ich mal im Hafen, um nach dem Rechten zu sehen. In der Tat war der gesamte Hafenbereich noch immer von einer dicken Eisschicht überzogen. Auch der größte Teil des vorgelagerten Sees sind überfroren. Leider sind hier vor Ort auch die Temperaturen nicht so hoch, wie man es von Hamburg aus vermuten würde. Daher kann es durchaus noch eine Weile dauern, bis das Eis weg und der Hafen wieder freigegeben sind.

31.01.2006
Gern würde ich an dieser Stelle von einer erneuten Ausfahrt berichten. Leider ist der Hafen in Großenbrode noch immer wegen Eis gesperrt (siehe Rubrik "Aktuelles"). Daher sind mir auch die Hände gebunden. Aber das Wetter ist ja schon wieder wärmer geworden.

24.01.2006
Heute bekam ich einen Leserbrief, über den ich mich sehr gefreut habe. Er bezieht sich auf die Ausfahrt vom 12.01.2006

"Hallo Mirko,
vielen Dank für die rasche Lieferung. Deine Berichte haben mir die Köderwahl in Großenbrode etwas vereinfacht. Ich bin dort das erste mal gefahren und konnte aufgrund deiner Informationen recht schnell die ersten Meerforellen landen.
PS: Danke fürs Mitrausnehmen vor 2 Wochen - meine Plotterkarte ist nur bis Südschweden präzise - (ich war der Typ mit der Quicksilver im Nebel)

Bis dann, Jens!"

12.01.2006
Die letzten Tage wehte ein sehr kalter Wind aus Ost mit Temperaturen deutlich unter 0 °C. Gestern änderte sich die Situation jedoch und der Wind drehte auf West und frischte um einiges auf. Dafür kletterten auch die Temperaturen. Heute nun sollte auch die Windstärke erträglich sein. Und so war es auch. Wir hatten ca. 3 Bft. aus Süd bei ca. 3 °C. Es war ganztags nebelig so dass die Navigation ein wenig erschwert war. Die Wassertemperatur lag noch immer bei ca. 3,5 °C. Es gb noch immer Kraut im Wasser, weshalb regelmäßig die Köder geprüft werden mussten.

Diesmal haben wir nicht erst im Flachwasser gefischt, sondern sind gleich raus ins tiefere Wasser um die 12-14 m in Richtung Sagasbank. Leider waren diesmal die Meerforellen nicht ganz so beißfreudig, wie die letzten Wochen, dennoch konnten einige Fische überlistet werden. Die größten waren 72 cm und 67 cm. Hinzu kam noch ein etwas größerer Dorsch. Dies entspricht auch den Fangerfolgen der anderen Teams an diesem Tag, nämlich dass nun wieder vermehrt recht große Dorsche gefangen werden.

Gefischt haben wir diesmal ausschließlich mit grünen Ködern nach den guten Erfahrungen der letzten Wochen. Folglich bissen die Fische alle auf Apex A3 Chrome/Neon Green (386), Northern King NK 28 FROG und NK 28 S-3. Die Köder wurden wieder in 4-8 m über 12-14 m Wassertiefe mittels Tauchscheiben (Big Jon Mini Diver sowie Slideper) und Downrigger platziert.

03.01.2006
Endlich gab der Wind wieder Ruhe und das sprichwörtlich. Der ganze Tag war nahezu windstill aus NW aber auch kalt mit Teperaturen um die 0 °C. Der Himmel war ganztags bedeckt. Die Wassertemperatur lag nur noch bei ca. 3,7 °C. Stellenweise gab es vermehrt Kraut im Wasser, jedoch nicht im nördlichen Bereich der Sagasbank.

Zuerst wurde wieder der Flachwasserbereich südlich Großenbrode entlang der Steilküste abgesucht. Hier gab es lediglich nur einen kurzen Kontakt. Danach ging es ins tieferen Wasser um die 10-14 m. Und hier spielte die Musik. Über den Tag verteilt konnten viele Meerforellen gefangen werden. Es war ein Rekordtag für mich. Die größten Fische waren 76 cm und 71 cm. Beide silberblank und sehr sehr gut genährt. Wahre Traumfische! Die Dorsche machten sich wieder rar und waren zudem recht klein. Der Mangel an Dorschen kann aber sehr gut damit begründet werden, dass die Köder nicht grundnah geführt wurden.

Die bevorzugte Köderfarbe war grün. Die Fische bissen alle auf Apex A3 Chrome/Neon Green (386), Northern King NK 28 FROG und NK 28 S-3. Die Köder wurden wieder in 4-8 m über 12-14 m Wassertiefe mittels Tauchscheiben (Big Jon Mini Diver sowie Slideper) und Downrigger platziert.



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