Trolling-Berichte 2005

21.12.2005
Endlich ließ der Wind eine erneute Ausfahrt zu. Wir hatten früh morgens zwar noch unter 0 °C, aber im Laufe des Tages stieg die Tempertur auf ca. 5°C. Das Unangenehme war allerdings, dass die kalte Luft sehr feucht war (Nebel). Der Wind wehte mit ca. 3-4 Bft. Die Wassertemperatur lag noch immer bei ca. 5,5°C. Es gab kaum Kraut im Wasser.

Zu Beginn habe ich erst wieder im Flachwasser die Meerforellen gesucht, aber ohne Erfolg. Also ging es kurz darauf wieder ins tiefere. Hier stellte sich dann auch der Erfolg ein. Mit Einbruch der Dämmerung lebte die Beißlust der Meerforellen noch einmal auf und so wurde der anfänglich durchschnittliche Tag zu einem sehr erfolgreichen. Die Fische waren alle um die 45 cm. Der letzte Fisch war aber eine kleine Ausnahme und ganze 70 cm lang.

Dorsche gab es diesmal verhältnismäßig wenig. Dazu trägt aber sicherlich auch bei, dass ich die Köder nicht grundnah angeboten habe. Gebissen haben die Fische auf alle angebotenen Farben (grün, blau, schwarz). Sehr gut funktionierte der Northern King NK 28 FROG sowie wieder einmal der Apex A3 Chrome/Neon Green (386). Die 70er Meerforelle wurde jedoch Opfer eines Apex A3 Black/Pearl (083) hinter einer Tauchscheibe Big Jon Mini Diver black, die mittels Sideplaner Big Jon Side Liner seitlich zum Boot geführt wurde.

Die Köder wurden wieder in 4-8 m über 12-14 m Wassertiefe mittels Tauchscheiben (Big Jon Mini Diver sowie Slideper) und Downrigger platziert.

07.12.2005
Diesmal war der Wind gnädig mit mir. Welcher Wind eigentlich? Es war den ganzen Tag windstill. Anfangs nebelig später kam aber die Sonne durch und es wurde zeitweise richtig gemütlich. Die Lufttemperatur lag bei ca. 3-5 °C. Das Wasser hatte sich weiter abgekühlt auf nunmehr 5,7 °C. Es war noch immer vereinzelt Kraut im Wasser. Das Wasser war auch diesmal extrem klar mit einer Sichtigkeit bis 7 m. Es gab wieder Quallen, allerdings waren diese eher klein.

Die Angelkutter machten sich rar, dafür war aber mein "Lieblingsnetz" wieder sorgfältig nah am Ufer entlang ausgelegt worden. Auffallend war diesmal, dass ziemlich viele Trollingboote unterwegs waren. Da bin ich nun schon mitten in der Woche vor Ort und muss feststellen, dass knapp 10 andere Boote es auch sind. Folglich wurde es an den Hotspots eng.

Anfangs suchte ich wieder im Flachwasser aber ohne Erfolg, weshalb ich recht schnell auch tieferes Wasser aufsuchte. Außerdem suchten schon andere Boote in diesem Bereich, wie ich bei kurzer Lichtung des Nebels feststellen musste.

Im tieferen Wasser gab es dann auch die erhofften Bisse. Leider waren überdurchnittlich viele Fehlbisse bei den Apex-Ködern dabei. Dennoch konnten im Laufe des Tages einige schöne Meerforellen bis 65 cm gefangen werden. Gebissen wurde auf Apex A4,5 Chrome/Neon Green (386), Apex A3 Black/Pearl (083) und Northern King NK28 S-2 hinter Tauchscheiben (Big Jon Mini Diver black und Slideper 7cm klar) und Downrigger. Die Köder wurden in Tiefen von 4-8 m über 10-15 m Wassertiefe angeboten.

Die Beißzeit war von früh morgens bis in den zeitigen Nachmittag.

Der Kampfeswille der Meerforellen war sehr verschieden. Einige blieben solange unscheinbar, bis der Köder sich unter der Rutenspitze befand, während die 65er extrem kampfstark sich zeigte. Ein sehr guter Fisch ging leider auch verloren. Es passierte wie folgt:

Ich bekam auf der Rute mit dem NK28 S-2 hinter dem Slideper einen ziemlich heftigen Biss. Die Schnur wurde nur so von der Rolle gerissen. Nur mit Mühe bekam ich die Rute aus dem Rutenhalter. Um den Zug zu entschärfen, wollte ich die Bremse reduzieren. Leider reduzierte ich in der Hektik ein wenig zu viel und die Spule wurde freigegeben. Folglich lief die Spule über und die Schnur bildete eine Perücke, die sofort die Rolle blockierte. Das alles passierte in Sekundenbruchteilen. Schnell wollte ich den Motor auskuppeln, doch schon spürte ich, wie sich die Ruten entpannte. Aber wie heißt es so schön: Man sieht sich immer zweimal im Leben. Und beim nächsten mal ist sie größer und ich um mindestens eine Erfahrung reicher.

30.11.2005
Diesmal hatte ich mit dem Wetter nicht das große Glück. Bis zum Vorabend wurde fast Windstille prognostiziert, um dann ein paar Stunden später auf Windstärke 4 korrigiert zu werden. Naja, erfreulich war das nicht gerade. So kam es denn auch an diesem Tag, dass der Wind mit 4-5 Bft. aus W wehte. Die Lufttemperatur lag bei 3 °C und fühlte sich bei dem Wind eiskalt an. Der Himmel war bedeckt. Teils kam aber die Sonne durch. Trotz der letzten frostigen Tage lag die Wassertemperatur noch immer bei ca. 8 °C. Das Wasser war nun frei von Kraut (bedingt wohl aufgrund des Westwindes) und extrem klar.

Auch diesmal waren wieder die Angelkutter allgegenwärtig. Leider auch ein Stellnetz, dass in geringem Abstand vom Ufer (200-300m) von Großenbrode bis Dahme und somit ganze 10 km (!) reichte.

Gefischt wurde wie bei den vorherigen Ausfahrten erst im Flachwasser und später im tieferen. Das gefischte Gebiet war auch das selbe. Warum auch woanders suchen, wenn man die Wochen zuvor so super fangen konnte. Doch damit war nun vorbei. Es gab nicht eine einzige Meerforelle! Auch an Dorsch gab es deutlich weniger. Dafür waren diese doch einiges größer als sonst.

Gefischt wurden wieder Apex und Northern King in grünen und blauen Farbtönen hinter Tauchscheiben und Downrigger.

Ein anderes Boot im gleichen Revier hatte mehr Glück. Sie konnten zwei Meerforellen querab Dahme fangen. Aber auch für sie war das der einzige Kontakt an einem Hotspot. Selbst sonstige "heiße" Stellen waren diesmal für sie erfolglos. Weiterhin beklagten sie die mageren Dorschfänge.

22.11.2005
Der Wetterbericht hatte für diesen Tag optimale Bedingungen prognostiziert und tatächlich war es auch so. In Großenbrode angekommen, war es bedeckt und mild mit ca. 5 °C nach einer frostigen Nacht. Der Wind kam mit ca. 2-3 Bft. aus NO und schlief im Laufe des Tages komplett ein. Die Wassertemperatur lag bei nur noch 8,5 °C.

Ich bekam wieder den Tipp, es im Flachwasser zu versuchen. Aber das hatte ich ohnehin vor, denn man muss ja die Meerforellen suchen. Ich begann die Suche bei 6 m Wassertiefe. Hier war ziemlich viel Kraut im Wasser, was das Angeln sehr erschwert hat. Es dauerte aber nicht lang, als bereits nach 30 min. die erste Meerforelle von stolzen 73 cm biss. Später fischte ich im tieferen Wasser (ab 10 m) weiter, da das viele Kraut dann doch zu anstrengend wurde. Diese Entscheidung brauchte ich nicht bereuen, da ich so noch weitere teils recht gute Forellen (bis 64 cm) fangen konnte. Der gute Erfolg zusammen mit diesen optimalen Bedingungen machten diesen Tag zu einem wahren Erlebnis. Vergessen sind all die Mühen, die einen an deutlich erfolgloseren und viel windigeren Tagen quälen.

Die Köder wurden wieder zwischen 4-8 m Tiefe platziert. Fängig waren grüne Farbtöne. Hervorstechend war der Apex A3 sowie A4,5 Chrome/Neon Green (386), der fast alle Meerforellen fing, unabhängig davon, ob er hinter einer Tauchscheibe (Big Jon Mini Diver black, Slideper 7 cm klar) oder dem Downrigger geführt wurde.

16.11.2005
Nachdem ich die letzte Zeit krank war, war ich nun wieder soweit gesund, einen Tag auf dem Wasser zu verbringen. Ich hatte bereits erfahren, dass letztes Wochenende bei Großenbrode im Flachwasserbereich sehr gut gefangen wurde, also war ich um so mehr motiviert. Dort angekommen, musste ich feststellen, dass es sehr kalt war (knapp über 0 °C) und ein Wind aus SW mit 3-4 Bft. wehte. Auffallen war, dass nicht nur verhältnismäßig viele Stellnetzfscher sondern auch Angelkutter in diesem Revier unterwegs waren. Insgesmt konnte ich in diesem überschaubaren Bereich ganze 6-7 Schiffe (Fischer + Angelkutter) zählen. Zuerst wurde natürlich der Flachwasserbereich (5-7 m) abgesucht, aber ohne jeglichen Kontakt. Da ich den ausbleibenden Erfolg nicht den kommerziellen Fischern zuschreiben wollte, suchte ich im tieferen Wasser (12-14 m) weiter. Und siehe da, Volltreffer. Insgesamt konnte ich 6 Meerforellen fangen, welche aber nicht alle ein akzeptables Mindestmaß hatten. Die größte war jedoch 71 cm! Eine weitere gute Meerforelle konnte entkommen. Neben den Salmoniden gab es natürlich noch die obligatorischen Dorsche.

Zu den Bedingungen. Die Wassertemperatur lag bei 11 °C. Es war meist bewölkt, teils sonnig und teils Schauer. Der Wind wehte aus SW mit 3-4 Bft. Gefischt wurden Köder in grünen Farbtönen (NK 28 S-3, NK 28 GLOC, Apex A3 Black/Pearl (083), A3 Dark Green/Pearl (079), A3 und A4,5 Chrome/Neon Green (386)). Insbesondere der Apex Chrome/Neon Green erwies sich als sehr fängig. Hierauf in der Größe A4,5 am Downrigger konnte die 71-er Meerforelle überlistet werden. Gefangen haben alle diese Köder sowohl hinter einer Tauchscheibe (Big Jon Mini Diver black und Slideper klar 7 cm und 9,5 cm) als auch am Downrigger. Die Köder haben im Bereich von 4-8 m bei insgesamt 12-14 m Wassertiefe gefangen.

02.11.2005
Irgendetwas stimmt mit dem Wetter nicht. In den letzten Tagen hatten wir das Wetter, welches wir gern im Sommer gehabt hätten. Ungeachtet dessen ging es wieder auf die Ostsee vor Großenbrode in Richtung Schwarzen Grund. Das Wetter war meist sonnig mit anfangs 2 Bft auf später 4 Bft aus SO starken Wind. Die Wassertemperatur lag noch immer bei knapp 13 °C. Das Wasser war klar mit einigen Quallen und teils leider auch Kraut. Dieses Mal machten sich die Fische rar. Es gab lediglich eine Meeforelle von geschätzen 45 cm. Desweiteren natürlich den üblichen Beifang an Dorschen, wobei diese meist recht klein (ca. 45 cm) waren und somit im Wasser verblieben. Wir hatte sogar drei winzige Hornhechte noch fangen können. Sehr zu meiner Verwunderung, da um diese Jahreszeit meist größere und vor allem dicke Exemplare anzutreffen sind, wenn es denn noch welche gibt. Wir haben die Meerforelle in allen Tiefen gesucht angefangen bei 5 m bis ca. 13 m. Gefunden habe wir die eine beim Schwarzen Grund in ca. 8 m tiefem Wasser. Sie biss auf Apex A3 Black/Pearl (083) hinter einem Big Jon Mini Diver black. Ansonsten waren fängig NK 28 S-2 und S-3.

21.10.2005
Heute hatten wir 4 Bft aus SO. Anfangs war es sonnig und gegen Nahmittag wurde es stark bewölkt. Die Wassertemperatur lag bei 13°C. Wer das Revier bei Großenbrode kennt, weiss, dass sich bei östlichen Winden immer eine recht hohe See aufbaut. Entsprechend ungemütlich war der Ritt auf den Wellen. Diesmal gab es keine Hornhechte mehr. Leider gab es auch keine Meerforellen. Dafür waren aber die Dorsche deutlich größer als letztes mal. Größen ab 60 cm waren normal. Auffällig war, dass die Dorsche teils übervoll mit Kleinfisch (ca. 4 cm) waren, insbesondere im NW-Bereich der Sagasbank. Gebissen haben die Dorsche in Tiefen von 5-12 m über bis zu 15 m Wassertiefe. Diesmal schienen die Fische keine Downrigger zu mögen. Fast alle bissen auf die Köder hinter den Tauchscheiben. Zum Einsatz kamen die Slideper 9,5 cm klar und die Big Jon Mini Diver black. Bevorzugt wurde der Norther King NK28 S-2 hinter dem Slideper. Aber auch die Apex A3 Black/Pearl (083) und Dark Green/Pearl (079) machten eine gute Figur.

14.10.2005
Endlich hat das Warten ein Ende und die Meerforellensaison beginnt. Heute war ein Traumtag schlechthin. Es war nur wenig (fast kein) Wind aus SW auf NW drehend, die Luft war sommerlich mild mit ca. 17 °C und die Sonne schien. Entspannter lässt es sich nicht fischen. Die Wassertemperatur lag bei 14 °C. Es gab teilweise noch viele Quallen aber dafür fast kein Kraut mehr. Das Wasser war klar. Und wie stand es um die Fische? Noch bevor ich auf dem Wasser war, durfte ich erfahren, dass während meiner Abwesenheit in den letzten Wochen schon die ersten kleinen Meerforellen gefangen wurden. Also ging ich fohen Mutes ans Werk. Im Laufe des Tages konnte ich 3 kleine Meerforellen fangen. Hinzu kamen einige Dorsche und große dicke Hornhechte. Die Dorsche waren reichlich vertreten aber meistens recht klein. Insofern waren sie eher lästig als eine willkommene Freude, da sie noch nicht das richtige Format hatten, um sie stolz mitzunehmen. Die Dorschen waren bei den Ködern nicht weiter wählerisch und bissen auf alles, was im Wasser war. Die Meerforellen wurden an Apex A3 Black/Pearl (083) und Dark Green/Pearl (079) hinter einem Big Jon Mini Diver in black in ca. 5 m Wassertiefe über 10 m tiefen Grund gefangen. Die Beisszeit war zwischen 14:00 und 16:00. Gebissen haben sie etwas nördlich als auch direkt beim Schwarzen Grund.

18.08.2005
Auf der Suche nach einem neuen Revier haben wir uns diesmal die Flensburger Förde ausgesucht. Der Hafenmeister in Langballigau versprach uns einen Landliegeplatz. Als wir dort ankamen, stellte sich heraus, dass er die Dimensionen eines soliden Trollingbootes schlicht unterschätzt hatte. Nach einigem Hin und Her ging es dann raus auf das Wasser. Wir hatten strahlenden Sonnenschein und leider auch Wind aus Ost mit 4 Bft. Die Wassertemperatur lag bei ca. 17°C. Alles in allem denkbar ungünstige Bedingungen. Auf dem Wasser mussten wir dann auch noch jede Menge Kraut und Quallen registrieren. Somit war kein Schleppangeln und auch kein Blinkern vom driftenden Boot möglich. Die Fische machten sich sehr rar. Es gab einige Hornhechtschwärme mit teils kapitalen Exemplaren, von denen wenige erbeutet werden konnten. Und auch beim Pilken konnten nur wenige Dorsche gefangen werden. Dennoch halte ich die Flensburger Förde für ein interessantes Revier, welches aber nicht gleich am ersten Tag all seine Geheimnisse preis gib und somit erarbeitet werden will. Dazu bedarf es allerdings mehr Zeit und somit einen Liegeplatz. Falls einer der Leser einen Stellplatz an Land für ein Trollingboot in der Nähe von Langballigau weiß, so bin ich für Informationen sehr dankbar.

10.07.2005
Wer glaubt, dass es im Sommer keine Meerforellen zu fangen gibt, der täuscht sich. Heute starteten wir einen Versuch im Fehmarnsund und waren erfolgreich. Es war nahezu windstill (NNO), wolkenlos und recht warm. Die Wassertemperatur betrug 19,5 °C. Es gab sehr viele Quallen und teils Kraut. Da die Beißzeit im Sommer etwas früher liegt, waren wir auch entsprechend zeitig unterwegs. Wir haben von 3:30 bis ca. 8:00 geschleppt. Wir konnten eine schöne runde Meerforelle von gut 50 cm überlisten. Beißzeit war 5:45 in 5,5 m bei 7 m Wassertiefe. Der Köder war ein NK 28 S-3 hinter Downrigger. Später haben wir noch einige schöne Dorsche vom driftenden Boot aus mit der Spinnrute im flachen Wasser (ca. 5 m) des Fehmarnsund gefangen. Auch die Hornhechte waren wieder in Schwärmen präsent.

05.05.2005
Diesmal war es sehr windig. Wir hatten 5 Windstärken aus West dazu Sonnenschein und gelegentlich ein paar Schleierwolken. Die Wassertemperatur lag nun bei ca. 10 °C. Gefischt habe ich wieder im Flachwasser bei 4-7 m. Zuerst ging es wieder Richtung Süd von Großenbrode aus und später nach Nord bis zum Fehmarnsund. Die Hornhechte sind nun in diesem Revier voll da und konnten zahlreich gefangen werden. Auch die Dorsche sind nach wie vor reichlich da, allerdings waren es diesmal durchweg alles keine Prachtexemplare. In den Abendstunden konnte dann auch noch eine schöne dicke Meerforelle mit knallrotem Fleisch von gut 50 cm gefangen werden. Sie biß auf einen Apex A3 black/pearl hinter einem Big Jon Mini Diver in schwarz. Der Köder lief nur ca. 12 m hinter dem Boot, damit er in ca. 2m Wassertiefe geführt wird. Vorlieben für irgendwelche Farben waren nicht festzustellen.

30.04.2005
Auch dieses mal war wieder sehr entspannend, denn es gab praktisch keinen Wind, stattdessen viel Sonne und Wärme. Klar, dass solche Umstände den Fangerfolg erschweren. Diesmal ging es von Großenbrode aus Richtung Nord zum Fehmarnsund. Neben den zahlreichen Dorschen, die ich lieber in ihrem Element belasse, gab es auch einen Hornhecht und eine schöne knapp 60 cm große Meerforelle. Geschleppt habe ich wieder vorwiegend im Flachwasser um die 5-6m. Die Meerforelle fing ich an einem Zebco Prism Scandic MS 22g an freier Leine geführt. Vorrangig interessierten sich die Fische wieder für silberne Köder mit schwarz oder grün. Die Farbe blau schien dagegen weniger auf Interesse zu stoßen.

Damit ist nun auch langsam die Hauptsaison für das Trolling auf Meerforellen im Großenbroder Revier vorbei. Natürlich bleibe ich am Ball und werde wieder berichten, sobald sich etwas interessantes ergibt.

22.04.2005
Ich habe selten ein so entspannendes Schleppfischen erlebt, wie dieses mal. Das Wetter war anfangs bedeckt später jedoch sonnig mit Wind der Stärke 1 aus NW. Die Wassertemperatur lag bei ca. 7,5°C. Meerforellen gab es diesmal auch und zwar gleich zwei Stück. Während die eine noch untermaßig war, brachte die zweite locker 3 Pfund auf die Waage. Überlisten konnte ich beide Fisch im Flachwasser früh morgens. Der eine Fisch nahm einen Apex A3 black/pearl (083) hinter einem Big Jon Mini Diver black und der zweite einen Zebco Prism Scandic MS 22g hinter einem Big Jon Side Liner. Ansonsten habe ich es rund um die Sagas Bank versucht. Dabei wurden die verschiedensten Köder in allen Wassertiefen angeboten. Vereinzelt konnten auch größere Dorsche überlistet werden. Auffallend war, dass besonders silberne oder silber/schwarze Köder bevorzugt wurden. Gegen Abend habe ich es noch einmal im Flachwasserbereich versucht. Hier waren die kleinen Dorsche so zahlreich, dass ich die Köder nur unmittelbar an der Oberfläche anbieten konnte, um ungewollten Beifang zu vermeiden.

15.04.2005
Endlich war mal wieder Zeit, mich ein wenig um die Meerforellen zu kümmern. Das Wetter war anfänglich sehr ruhig und sonnig. Im späteren Verlauf kam ein Ostwind der Stärke 3-4 hinzu, so dass es ein wenig schaukelig wurde. Die Wassertemperatur lag bei ca. 7,5°C. Es konnten viele Fische gefangen werden, allerdings waren es ausnahmslos eher kleine Dorsche um die 40-50 cm. Gebissen haben sie insbesondere beim Scharzen Grund über den Untiefen bei ca. 6 m Wassertiefe und auch abends in den flacheren Zonen. Als Köder wurde alles genommen, so dass nicht von besonderen Vorlieben gesprochen werden kann. Zum Einsatz kamen blaue und grüne Apex sowie Northern Kings hinter Tauchscheiben sowie Downrigger. Von den Meerforellen jedoch war nichts zu sehen. So musste ich dann den Angeltag mit nur einem guten Dorsch in der Fischkiste beenden.

26.03.2005
Diesmal hat das Wetter es gut gemeint. Es ist zwar recht dichter Nebel, aber die Temperaturen sind zum aushalten (ca. 8 °C) und es ist fast windstill. Da ich leider nicht den ganzen Tag zum Angeln Zeit habe, bin ich schon sehr früh unterwegs. Aufgrund der Witterung ist das Schleppfischen sehr entspannt. Leider auch in jeder Hinsicht, da nur ein verzweifelter Dorsch meinen Köder nahm. Ansonsten gab es keine Kontakte. Auffallend war, dass seit letztem mal die Wassertemperatur deutlich auf nunmehr ca. 4,2 °C gestiegen war. In Ufernähe (bis ca. 5 m Wassertiefe) sogar auf 5,5°C. Dort war das Wasser auch etwas trüb, bedingt wahrscheinlich durch die Ostwindlage seit mehreren Tagen. Gefischt habe ich sowohl im Flachwasser (ca. 5 m) wegen der deutlich höheren Wassertemperatur als auch weiter drausen bei ca. 12 m. Zum Einsatz kamen Apex 4,5 und Northern King 28 in bläulichen und grünen Tönen.

19.03.2005
Das Wetter macht wahre Kapriolen. Anfang der Woche war es noch winterlich kalt, dann wurde es frühlingshaft warm. Gestern blies ein kräftiger Westwind mit viel Regen und heute haben wir knapp 6 Windstärken aus Ost bei ca. 0°C und hellem Sonnenschein. Z.Zt. ist das BTC-Trollingtreffen, weshalb ich auch nach Großenbrode gekommen bin. Doch der Wind und der recht hohe Seegang lassen kein vernünftiges Angeln zu. Dennoch versuchen einige Boote ihr Glück, doch viele sind gleich wieder in den schützenden Hafen zurück.

13.03.2005
Nachdem die letzten beiden Wochenende vom Winde verweht waren, ging es heute wieder auf die Ostsee. Das Wetter war die letzten Tage sehr kalt und windig. Ensprechend ist die Wassertemperatur nochmals gesunken auf ca. 1,6°C. Heute war es anfangs ruhig, aber im Tagesverlauf wurde es dann auch sehr wechselhaft und luftig. Der Fangerfolg war diesmal überschaubar, denn es gab keinen. Keinen Fisch, noch nicht einmal einen Biss. Generell ist die Beisslaune z.Zt. sehr bescheiden. Ich denke, dass wenn das Wetter wieder mal ein paar Grade zulegt, dass dann die Beisslaune auch wieder steigen dürfte. Dennoch werden auch jetzt noch Fische gefangen.

19.02.2005
Endlich ließ das Wetter ein Angeln auf der Ostsee wieder zu. Es gab ca. 3 Windstärken aus Süd bei starker Bewölkung. Die Wassertemperatur lag nur noch bei knapp 2,5°C. Es gab eine Sprungschicht bei ca. 10,5m. Zuerst ging es zur Erfolgsstelle vom 30.01.05, aber leider ohne jeglichen Kontakt. Auch keine Dorsche, einfach nichts. Kurzentschlossen habe ich es dann weiter südlich beim Schwarzen Grund versucht. Ergebnis waren drei Meerforellen (70 cm, 55 cm, 45 cm). Bei den Ködern konnte man keine Vorliebe feststellen. Gefangen haben NK 28 S-6 hinter Big Jon Mini Diver black, NK Mag RB hinter Slide Diver 7cm klar und Apex A4,5 Dark Green/Pearl (079) hinter Slide Diver 9,5cm klar. Die Fische bissen sowohl bei einer 5m Untiefe als auch bei ca. 13 m knapp über Grund. Auffallend war, dass beim Schwarzen Grund extrem viel entwurzeltes Kraut im Wasser schwamm. Ich vermute, dass dafür die rabiate Schleppnetzfischerei die Ursache ist.

30.01.2005
Anstatt der angekündigten 3-4 Windstärken hatten wir ab Mittag 5-6. So wurde das Angeln ein windiges Unterfangen. Seit heute sind die Temperaturen wieder deutlich über Null und der Himmel ist stark bewölkt. Insofern ideal.
Entsprechend ging der Angeltag auch los. Gleich zu Beginn konnten drei Meerforellen (ca. 45 cm) und zwei Dorsche ( größer als 80 cm) erbeutet werden. Kurze Zeit später kam noch eine vierte Meerforelle hinzu. Das ist bisher das erste mal in dieser Saison, dass ich bereits am Vormittag Meerforellen fangen konnte. Sie schienen auch recht beißfreudig, denn gefangen hat alles, was im Wasser war. Als Vorliebe konnten bläuliche Farbtöne erkannt werden. Gebissen haben sie sowohl knapp über Grund bei 12 m Wassertiefe als auch im Mittelwasser. Die fängigen Montagen waren NK 28 S-3 hinter Big Jon Mini Diver black, NK 28 S-2 und Apex 4,5" blue/pearl hinter Slideper klar 9,5 cm.

16.01.2005
Nach einer längeren Zwangspause aufgrund einer Verletzung war es mir nun wieder möglich, mich den Meerforellen in der Ostsee zu widmen. Das Wetter war komplett umgeschlagen. Es war nicht mehr mild und bedeckt. Stattdessen war es sehr kalt, nebelig (ca. 50 m Sichtweite) mit einer leichten Brise aus S.

Die Meerforellen schienen meine Köder nicht zu mögen. Stattdessen fing ich einige sehr schöne Dorsche beim Schwarzen Grund. Nachdem ich den ganzen Tag die Meerforellen in Wassertiefen von ca. 10-12 m gesucht hatte, probierte ich es am späten Nachmittag bei 6 m. Und siehe da, ich konnte eine schöne Meerforelle von ca. 60 cm zum Anbiss verleiten. Auffallend war, dass ich sämtliche Bisse auf einen Nothern King 28 S-2 hinter einem Slideper (klar, 9,5 cm) bekam. Ein befreundeter Schleppangler fing am selben Tag im gleichen Revier drei Meerforellen aber keine Dorsche mit dem gleichen Köder. Auch er bekam auf die anderen Köder keine Kontakte. Insofern lohnt es sich immer, verschiedene Köder auszuprobieren, um den aktuell "angesagten" herauszufinden.



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