FUS.ion Germany GmbH
| Palindrom |
Wort oder Wortfolge, die sich vorwärts wie rückwärts gleichermaßen lesen lässt und dabei den gleichen Sinn ergibt, vgl. z.B. Abba, Ata, Axa, Maoam, Omo, Otto und Uhu (vgl. hierzu auch > Ambigramm) |
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Panel |
Wiederholte > Befragung oder > Beobachtung eines gleichbleibenden Sachverhalts bei einer gleichbleibenden Stichprobe von Einzelpersonen, Haushalten oder Unterneh- men (Erhebungseinheit), meist in regelmäßigen Abständen und über einen längeren Zeitraum hinweg (vgl. hierzu auch > Interview) |
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Paradessenz |
ein von Alex Shakar in > Der letzte Schrei geprägter Begriff, der aus der Zusammen- ziehung von "paradoxe Essenz" entstanden ist und so viel bedeutet wie "Sowohl-als- Auch; Skakar selbst definiert den Begriff als "two opposing desires ... [a product] ... can promise to satisfy simultaneously" (Savage Girl 2001); im Marketing beschreibt Parad-essenz eine scheinbar schizophrene Strategie, entgegen gesetzte Qualitäten in einem Produkt zu vereinen, was sich aktuell beispielsweise in diversen Crossover-Designs in der Automobilindustrie zeigt. Im Getränkebereich kann dies z.B. ein Kaffee sein, der in der Kommunikation sowohl als anregend als auch als entspannend vermarktet wird. Im Tourismus ermöglicht Paradessenz sowohl Abenteuer als auch Erholung (vgl. hierzu auch > Neologismus) |
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Paradigma |
Ein Paradigma bezeichnet Hellmann zufolge "das spezifisches Wahrnehmungs- und Bewertungsschema einer bestimmten Forschergemeinde, mit dem sämtliche Forscher ihren jeweiligen Gegenstandsbereich einheitlich beobachten und beschreiben " (Soziologie der Marke, 2003, S. 63); vgl. hierzu auch > Marktforschung |
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Paronym |
allgemein das Ableiten von einem Stammwort bzw. ähnlich lautende Ausdrücke in verschiedenen Sprachen wie z.B. "Sommer" und "summer"; im Markenbereich sind darunter ähnlich klingende Namen zu verstehen, die jedoch nicht ganz identisch sind, wie z.B. "Frontier" und "Frontera" als Geländewagenmarken (vgl. > Homonym, > Homophon, > Homograph sowie > Polysem). |
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Patent |
Bei einem Patent handelt es sich um das einem Erfinder oder seinem Rechtsnachfolger vom Staat für sein Gebiet erteilte, zeitlich begrenzte Monopol für die wirtschaftliche Nutzung einer Erfindung. Hierzu zählen u.a. Erzeugnisse, Vorrichtungen, chemische Stoffe, Verfahren oder Verwendungsarten. Voraussetzungen für die Patentfähigkeit sind: > technische Erfindungen (und keine mathematische Methoden o.ä.) > mit Neuheitscharakter (d.h. sie übersteigt den aktuellen Stand der Technik), > die auf einer erfinderischen Tätigkeit beruhen und > eine gewerbliche Verwendung (Anwendbarkeit) ermöglichen Sollten diese Voraussetzungen nicht erfüllt sein, so bietet sich alternativ die Anmeldung als > Gebrauchsmuster an. Bei Vorliegen mehrerer gleicher, unabhängig voneinander gemachter Erfindungen steht demjenigen das Patentrecht zu, der seine Erfindung als Erster beim Deutschen Patent- und Markenamt (> DPMA) angemeldet hat (vgl. hierzu auch > Gewerbliche Schutzrechte) |
| Sollten Sie in unserem Markenglossar nicht fündig werden, dann können Sie uns gerne den noch fehlenden Begriff Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. bzw. in unserer > Übersicht mit weiteren, aus-gewählten Lexika & Glossaren zum Thema Marketing & Marken recherchieren. |
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Peer Group |
beschreibt eine Referenzgruppe, an deren Gruppenstandards sich eine Person orien- tiert und zu der die Person gehört bzw. gehören möchte. Es handelt sich dabei stets um eine Gruppe von Gleichaltrigen bzw. Gleichgestellten; als Sonderfall kann es sich auch um eine Gruppe handeln, der ein Individuum gerne angehören möchte, bei der sie aber aufgrund von Distanz kein Mitglied wird (z.B. bei einer Rockgruppe); vgl. hierzu auch > Lebensstil und > Sinus-Milieus |
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Permission Marketing |
bezeichnet Marketingkontakte, die nur nach Zustimmung von Kundenseite her erfolgen. Von zentraler Bedeutung beim Permission Marketing ist die Selbstbestimmung des Kun- den. Der Kunde erteilt aktiv die Erlaubnis zu Kommunikationsangeboten durch Unterneh- men. Zugleich signalisiert er damit die Bereitschaft zum Dialog mit einem (werbenden) Unternehmen, vgl. z.B. Beck‘s Formel-1-News via SMS (vgl. hierzu auch > Virales Marketing) |
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Phonetik |
Lehre vom Klang (z.B. eines Markennamens) und damit Ein Teilgebiet der Sprach- wissenschaft, das sich mit den Vorgängen beim Sprechen beschäftigt (Laut- und Stimmbildungslehre); vgl. hierzu auch > Lautmalerei und > Markenklang) |
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Piktogramm |
Stilisierte Darstellung (Bilderschrift), die eine bestimmte Information auf abstrakte Weise vermittelt bzw. Orientierungshilfe leistet, wie z.B. ein Wegweise am Flughafen; vgl. hierzu auch > Logo und > Emblem |
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Plagiat |
Rechtswidrige Nachahmung eines Produktes und/oder eines Markennamens, wobei zwischen > Produktpiraterie und > Markenpiraterie unterschieden wird; vgl. hierzu auch > Verwechslungsgefahr, > Kollisionsfälle und > Markenimitation |
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Point of Sale (POS) |
Ort, an dem ein Kauf getätigt wird, dem sogenannten Point of Sale oder Point of Purchase. Im engeren Sinne ist mit POS bzw. POP die Kasse im stationären Einzel- handel gemeint, im weiteren Sinne der Ort der Kaufentscheidung, z.B. am Regal im Supermarkt. |
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Polysem |
Ein Wort, das mehrere Bedeutungen in sich trägt, d.h. bei dem sich durch unterschied- lichen Gebrauch eine Mehrdeutigkeit herausgebildet hat. So kann z.B. das Wort "Pferd" für ein Tier, ein Turngerät oder eine Schachfigur stehen; bei Markennamen können auf diese Weise gleichzeitig Hinweise z.B. auf die Zusammensetzung, die Zielgruppe und die Persönlichkeit erreicht werden, wie "Neonardo" als Name einer Agentur für Leucht- werbung deutlich macht (vgl. > Homonym, > Homophon, > Homograph sowie > Paronym). |
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Positionierung |
Aktive Festlegung und Umsetzung der Stellung einer Marke im jeweils relevanten Markt; Sattler zufolge lässt sich eine Markenpositionierung beschreiben als "eine zielgerichtete Gestaltung der Stellung einer Marke im Markt im Hinblick auf (von Nachfragern sub- |
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Prägnanz |
Schärfe, Genauigkeit bzw. Knappheit des Ausdrucks; ähnlich wie die > Diskrimina-tionsfähigkeit zielt auch die Prägnanz darauf ab, das Wiedererkennen einer Marke |
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Prägung |
Bei Prägungen handelt es sich um frühe Lernerfahrungen aus der Kindheit, die maß- |
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Premium-Handelsmarke |
Form einer Handelsmarke, die über bestimmte Qualitätsvorteile verfügt, preislich auf einem führenden Herstellermarken vergleichbaren Niveau liegt und im Rahmen einer Präferenz-Strategie Anwendung findet; vgl. z.B. "Dual" von Karstadt (vgl. alternativ > Gattungsmarke und > Klassische Handelsmarke) |
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Premiummarke |
Marke des Massenbedarfs, die im oberen Preis- und Qualitätsbereich angesiedelt und auf Markenkäufer im Erlebnishandel ausgerichtet ist (vgl. alternativ > Luxusmarke, > Markenartikel und > Billigmarke sowie > Trading-Up und > Trading-Down Übersicht: Optionen im vertikalen Markenwettbewerb |
| Prestige | ganz allgemein Ansehen und Geltung; in Bezug auf Marken lassen sich fünf Charakter- istika und Motivationsgründe unterscheiden, die Marken Prestige verleihen können, wo- bei zwischen drei interpersonellen und zwei persönlichen Effekten unterschieden wird: > auffallend/sichbar/demonstrativ: > Veblen-Effekt (Zurschaustellung/Protzerei) > einzigartig/exklusiv (unique): > Snob-Effekt (Nichtübereinstimmung, Nonkonformität) > sozial: > Bandwagon-Effekt (Übereinstimmung, Konformität) > emotional: > Hedonismus (Selbstverwirklichung) > qualitätsbezogen: Perfektionismus (wiederholte Versicherung/Beruhigung) Vgl. hierzu auch den englischen Fachartikel von Vigneron/Johnson über Prestige- Seeking Consumer Behavior (1999) sowie > Luxusmarke |
| Primärforschung (Primary Research) |
Erhebungsform der > Marktforschung, bei der zur Beantwortung einer konkreten Fragestellung vom Unternehmen selbst Daten erhoben werden (vgl. hierzu auch > Befragung, > Beobachtung und > Experiment sowie alternativ bzw. er- gänzend hierzu > Sekundärforschung) |
| Priming Bahnung |
beschreibt Heidel zufolge die "Anbahnung oder Vorbereitung von Gedächtnispro- |
| Product Placement (Schleichwerbung) |
bezeichnet die deutlich sichtbare und damit werbewirksame Einbindung bzw. Platzierung |
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Produktlinienerweiterung |
> Markendehnung innerhalb der bisherigen Produktkategorie(n), z.B. durch Variation (Anpassung) eines bestehenden Produktes an spezifische Bedürfnisse einzelner Kundensegmente; Sattler zufolge handelt es sich um einen "Markentransfer zwischen Produkten der gleichen Produktkategorie" (Markenpolitik, 2001, S. 71); vgl. hierzu auch > Markenerweiterung |
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Produktpiraterie |
Widerrechtliche Nachahmung eines Produktes und Vermarktung unter fremder Marke, wobei insbesondere das > Patent- und > Gebrauchsmusterrecht sowie das Urheber- und > Geschmacksmusterrecht verletzt werden; Beispiel: Ritter Sport-Verpackung und Markierung mit der Marke "Schmoki"; Dem > APM zufolge umfasst Markenpiraterie "das verbotene Nachahmen und Vervielfältigen von Waren, für die die rechtmäßigen Hersteller Erfindungs-, Design- und Verfahrensrechte besitzen." (vgl. hierzu auch > Markenpiraterie, > Plagiat sowie unsere Expertenübersicht > Markenschutz) |
| Produktzugabe |
Bei Produktzugaben handelt es sich Helm und Bley zufolge um "ein beliebtes Verkaufs- förderungsinstrument, um Produkte für Konsumenten attraktiver zu gestalten und um Absatzsteigerungen zu generieren." (Kleine Absatzförderer, in: Absatzwirtschaft, 11/2007, S. 46) Einerseits können mit Produktzugaben Probierkäufe ausgelöst werden, zum anderen lassen sich Wiederholungskäufe generieren. Ihre Wirkung in Form einer positiven Beurteilung durch die Konsumenten hängt von ihrer Wertigkeit und dem funk- tionalen Bezug zum Aktionsprodukt ab (vgl. hierzu auch > Sales Promotions) |
| Prospect-Theorie |
Theorie der Präferenzbildung, die einerseits davon ausgeht, dass Verluste im Vergleich zu Gewinnen höher gewichtet werden, andererseits, dass die Beurteilung der Konsequenz (z.B. des Konsums einer Marke) als Gewinn oder Verlust und damit die (wörtlich übersetzt) "Aussichten" kontextabhängig sind (vgl. hierzu auch > Besitztumseffekt und > Rahmung) |
| Prosument |
ist ein von Alvin Toffler geprägter Begriff, mit dem er "produzierende Konsumenten" |
| Protected (P) |
zeigt das Urheberrecht von medialen Inhalten (z.B. auf CDs und DVDs) an; es sollte auf allen im Handel befindlichen Vervielfältigungsstücken des veröffentlichten Tonträgers oder seiner Umhüllung angebracht werden (inkl. der Angabe der ersten Veröffent- lichung des Werks); der heute übliche Einsatz des Zeichens "P mit Kreis" geht auf Artikel 5 des Genfer Tonträgerübereinkommens von 1971 und Artikel 11 des Rom-Abkommens von 1961 zurück (vgl. hierzu auch > Registered ®) |
| Prototypische Marke (Masterbrand) |
Marke, die eine Leistungskategorie dominiert und von einer großen Anzahl von Abneh- mern als erste Marke (Top-of-Mind) mit der jeweiligen Kategorie in Verbindung gebracht wird. Ihre gedankliche Präsenz und die enge Verknüpfung mit einer Leistungskategorie fürhen dazu, dass Prototypische Marken meist nur einen indirekten Markentransfer er- möglichen, z.B. > vertikal: Aufwertung oder Sub-Branding > horizontal: Co-Branding oder Empfehlungsmarke (vgl. hierzu auch > Brand Shaper und > Gattungsbegriff) |
| Pseudonym (Parallelbezeichnung/ Deckname/ Alias) |
Ein Pseudonym ist ein fingierter Name, der besonders von Künstlern und Schriftstellern genutzt wird, um die wahre eigene Identität zu verbergen (griechisch "pseudonymos", von "pseudo" für Täuschung und "onyma" für Name), was soviel bedeutet wie "mit falschem" Namen (vgl. hierzu auch > Alias Name). Für die Wahl eines heute meist namensrechtlich geschützten Pseudonyms gibt es zahlreiche Gründe, z.B.: > Furcht vor Verfolgung oder Skandalen > Wunsch nach Individualität und Originalität > Spaß am Verwirrspiel So werden Allerweltsnamen beispielsweise klangvoller gestaltet: "Gustav Meyer" wird zu "Gustav Meyrink", während schwierige und ungewöhnliche Namen oft vereinfacht werden. Z.B. wird aus "Nikolaus Günther Nakszynski" der Schauspieler "Klaus Kinski"; auch werden häufig lange Namen verkürzt, wie z.B. "Udo Jürgen Bockelmann" zu "Udo Jürgens". Einige Personen arbeiten zeitlebens unter einem Pseudonym, z.B. "Novalis", während andere nur für bestimmte Lebens- oder Schaffensperioden oder für beson- dere Werke ihren Namen ändern, vgl. z.B. "Jasmin Wagner" alias "Blümchen" und "Agatha Christie" alias "Mary Westmacott". Viele Pseudonyme sind reine Phantasiegebilde, jedoch wird auch hin und wieder aus den Buchstaben des richtigen Namens ein > Anagramm gebildet, z. B. "François Rabelais" alias "Alcofrybas Nasier". Ähnliche Formen sind: > Ananym: der wirkliche Name wird rückwärts gelesen wiedergegeben > Kryptonym: enthält nur einzelne Buchstaben wie z.B. "-ky" von "Horst Bosetzky" > Pseudoandronym: Frauen, die sich hinter Männernamen verbergen, z.B. "Karen Blixen" alias "Isak Dinesen" > Pseudogynym: Männer, die sich hinter Frauennamen verbergen, z.B. "Prosper Mérimée" alias "Clara Gazul" > Traduktionym: Übersetzung des wirklichen Namens in eine andere Sprache, z.B. "Georg Bauer" in "Georgius Agricola" > Aristonym: Aufwertung des Trägers mit einem Adelstitel, z.B. "Lars von Trier" > Hagionym: Ein Heiliger als Namensbestandteil , z.B. "Halldor Kiljan Laxness" > Allonym: Vorgabe des Namens einer bekannten Persönlichkeit, z.B. "Pablo Neruda", der sich nach "Jan Neruda" benannte > Geonym: Eine Ortsangabe als Namensbestandteil, z.B. "Stendhal" > Phraseonym: Wiedergabe des Namens in Form einer Redewendung, z.B. "Farin Urlaub" |
| Public Relations (PR) |
siehe > Öffentlichkeitsarbeit |
| Pull-Strategie (Nachfragesog/ Pull-Through-Effekt) |
Prinzip der Nachfragestimulierung, bei der Stufen des Absatzkanals übersprungen werden, um dadurch für die Marke einen Nachfragesog aufzubauen (zwecks Preis- premium, Kundenbindung bzw. Auslistungsvermeidung); vgl. hierzu auch > Ingredient Branding und > Push-Strategie |

















