FUS.ion Germany GmbH
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Fachhandel |
Gruppe von Betriebsformen des Einzelhandels, deren Sortiment auf bestimmte Branchen (z.B. Sportartikel oder Heimwerkerbedarf) ausgerichtet und tief gegliedert ist, fallweise auch als "Spezialhandel" bezeichnet |
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Fachmarkt |
Betriebsform des > Einzelhandels, die zwischen Fachgeschäft (hinsichtlich Sortiment) und Verbrauchermarkt (hinsichtlich Standort, äußerem Erscheinungsbild und Preisniveau) angesiedelt ist wie z.B. Bau- und Drogeriemärkte |
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Factory Outlet |
Verkaufsstellen von Herstellern, mit dem Zweck, überschüssige Waren oder Auslauf- modelle zu vermarkten (vgl. z.B. WertheimVilage, DesignerOutlets Zweibrücken und Outlet City Metzingen); bei räumlicher Zusammenlegung mehrerer Factory Outlets spricht man von > Factory Outlet Centern Eine Übersicht mit Factory Outlet Stores sortiert nach Branchen, Städten, PLZ, Marken und Produkten finden Sie >> hier |
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Factory Outlet Center |
Verkauf von Markenartikeln der Vorsaison, von Sonder- und Musterkollektionen, von |
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Familienmarke |
Breite der Herstellermarkenstrategie: Vermarktung mehrerer Leistungen unter einer Marke, z.B. Nivea (Beiersdorf), Milka (Kraft) und Ford; alle Marken einer Familie tragen den gleichen Namen, können aber individuell durchaus verschieden sein; Esch und Bräutigam zufolge ist dann von Familienmarken die Rede, wenn "alle Produkte einer Produktlinie bzw. Produktbereichs unter einer Marke geführt [werden]" (in: Esch/Tom- czak et al., Corporate Brand Management, 2004, S. 132); auch Produktgruppen- oder Range-Marke genannt; vergleichbar mit > Warengruppenmarken und Seg-mentmarken des Handels; vgl. hierzu auch > Dachmarke |
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Farbmarke |
Eine Farbmarke bezeichnet Farben und Farbzusammenstellungen, die markenrechtlich geschützt sind (vgl. > Markengesetz). Voraussetzung für die Schutzfähigkeit ist u.a., dass die Farbgebung kein funktionell notwendiges Produktmerkmal darstellen darf; vgl. hierzu auch > Formmarke sowie > Waren- und Dienstleistungsmarken |
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Fibonacci-Zahlenreihe |
Auf den gleichnamigen italienischen Mathematiker zurückgehende unendliche Zahlen- reihenfolge, die vielfach im Markenmanagement bei der Festlegung von Proportionen (z.B. von > Logos) oder Rhythmen (z.B. von > Jingles) Anwendung findet; Leonardo Fibonacci (1170-1250) führte Mitte des 12. Jahrhunderts das arabische Zeichensystem ein, das die römischen Zahlen ablöste und entdeckte verblüffende Gesetzmäßigkeiten in Zahlenfolgen; bei der nach ihm benannten Summenzahlenreihe addieren sich die zwei, jeweils voran stehenden Zahlen zur nächsten: Zn = Zn-1 + Zn-2 Daraus ergibt sich der charakteristische Rhythmus 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, 89 etc. (vgl. hierzu auch > Goldener Schnitt, > Ästhetik, > Stil und > Symmetrie) |
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First-Choice-Brand-Effect |
mit Hilfe > bildgebender Verfahren gewonnene Erkenntnis des > Neuromarketings, dass pro Warengruppe und Testperson nur eine Marke in der Lage ist, den Kaufent- scheidungsprozess zu emotionalisieren |
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Flagship-Store |
eigenbetriebene, exklusive Filialen in geringer Anzahl, meist in internationalen Metropolen wie New York Paris und Tokyo, die das komplette Sortiment einer (Luxus-)Marke an- bieten, die Identität und den Lifestyle der (Luxus-)Marke vermitteln, qualitative Standards setzen und selbst zum Markenimage beitragen, wobei zur Zielgruppe primär Stamm- kunden gehören (vgl. hierzu auch > Luxusmarke) |
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Formmarke |
Eine Formmarke bezeichnet dreidimensionale Gestaltungen, einschließlich Warenform und Verpackung, die markenrechtlich geschützt sind (vgl. > Markengesetz). Schutz- fähig sind dabei sowohl produktunabhängige Formen (z.B. die "lila Kuh" von Milka) als auch Warenformen (z.B. die Dreiecksform der Toblerone-Verpackung) und Verpack- ungsformen (z.B. Flasche von "Dimple"-Spirituosen); vgl. hierzu auch > Farbmarke sowie > Waren- und Dienstleistungsmarken |
| Framing-Effekt |
Annahme der Kommunikationsforschung, dass Wahrnehmungen (von Marken) und Entscheidungen zwischen Alternativen stark von der Art der Präsentation, dem so genannten Rahmen oder Kontext der Situation, abhängig sind. Hierzu Scheier und Held: "Starke Marken wirken als Frame, als Referenz- und Bedeutungsrahmen für das Produkt." (Was Marken erfolgreich macht, 2007, S. 61) Vgl. hierzu auch > Carry-over-Effekt, > Spill-over-Effekt, > Sleeper-Effekt, > Wear-out-Effekt, > Recency-Effekt und > Halo-Effekt |
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Franchisevertrag |
Franchiseverträge beschreiben Burmann, Meffert und Blinda zufolge "eine sehr enge Kooperation zwischen Markeninhaber (Franchisegeber) und einem beziehungsweise in den meisten Fällen vielen Vertriebspartnern (Franchisenehmer)" (Markenmanage-ment, 2005, S. 205), weshalb meist auch von Vertriebslizenzen die Rede ist (vgl. hier- zu auch > Franchising und > Lizenzierung) |
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Franchising |
Vertikales Vertriebssystem, bei dem der Kontraktgeber (Franchisor) auf Basis einer langfristig angelegten Kooperation rechtlich selbständigen Kontraktnehmern (Fran- chisees) gegen eine Franchisegebühr (Royalty) das Recht einräumt, Leistungen unter Nutzung des Markennamens des Franchisegebers anzubieten (Vertriebslizenz): "Der Franchisegeber gibt die Erlaubnis, seine Geschäftsidee - also Namen, Know-how und Marketing - zu nutzen. Der Franchisenehmer führt die Niederlassung im Rahmen eines festgelegten Konzeptes - aber auf eigenes Risiko." (Schlesiger/Ullrich, Reduziertes Ri- siko, in: Capital, 9/2005, S. 73).Dem Deutschen Franchise-Verband zufolge lässt sich Franchising definieren als "vertikal-kooperativ organisiertes Absatzsystem rechtlich selbstständiger Unternehmer auf der Basis eines vertraglichen Dauerschuldverhält- nisses. Dieses System tritt auf dem Markt einheitlich auf und wird geprägt durch das arbeitsteilige Leistungsprogramm der Systempartner sowie durch ein Weisungs- und Kontrollsystems zur Sicherstellung eines systemkonformen Verhaltens. Das Leistungs- programm des Franchise-Gebers besteht aus einem Beschaffungs-, Absatz- und Organisationskonzept, dem Nutzungsrecht an Schutzrechten, der Ausbildung des Franchisenehmers und der Verpflichtung des Franchisegebers, den Franchisenehmer laufend und aktiv zu unterstützen und das Konzept ständig weiterzuentwickeln. Der Franchisenehmer ist im eigenen Namen und auf eigene Rechnung tätig; er hat das Recht und die Pflicht, das Franchise-Paket gegen Entgelt zu nutzen. Als Leistungs- beitrag liefert er Arbeit, Kapital und Information." (Existenzgründung mit System, 2003, S. 3 (vgl. hierzu auch > Franchisevertrag und > Lizenzierung) |
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Freihaltebedürfnis |
Ein Freihaltebedürfnis liegt nach § 8 Abs. 2 des > Markengesetzes vor, wenn ein Allgemeininteresse (insb. der Wettbewerber) an der Freihaltung bestimmter Zeichen oder Angaben besteht. Hierzu zählen insbesondere Konkretisierungen der gekenn- zeichneten Waren nach ihrer Beschaffenheit, Art, Menge sowie ihrer geographisch- en Herkunft (> Geographische Herkunftsangaben) oder der Herstellungszeit, aber auch Angaben, die im allgemeinen Sprachgebrauch zur Warenbezeichnung üblicher- weise herangezogen werden. Nicht davon betroffen sind Abwandlungen von frei- haltebedürftigen Begriffen; vgl. hierzu auch > Markenschutzentstehung |
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Fünf Sinne |
Zu den fünf, die > Wahrnehmung des Menschen prägenden Sinnen zählen der ... > Sehsinn (> visuell) > Hörsinn (> auditiv) > Tastsinn (> haptisch) > Geruchssinn (> olfaktorisch) > Geschmackssinn (> gustatorisch) Hierzu Kilian: "Während des Wahrnehmungsprozesses nehmen die räumlich vonein- ander getrennten Sinnesorgane Informationen über weitgehend unabhängige Sinnes- kanäle auf, um sie anschließend zu einem ganzheitlichen Bild zusammenzufügen." (Multisensuales Markendesign als Basis ganzheitlicher Markenkommunikation, in: Flor-ack/Scarabis/Primosch (Hrsg.), Psychologie der Markenführung, 2007, S. 326) Aus Sicht der Markenkommunikation gibt es dabei Kilian zufolge zu beachten, dass "Marken bewusst und gewollt oft nur mono- oder duosensual [kommunizieren], das heißt auf einem oder zwei Sinneskanälen - meist visuell und akustisch." (ebenda, S. 323); vgl. hierzu auch > Synästhesie und > Irradiation |
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